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        <copyright>© 2026 Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel</copyright>
        
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                <pubDate>Sat, 09 May 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
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                                            <![CDATA[<p>Schwester Theresita Maria ist seit 41 Jahren Ordensschwester – und erklärt das so: Sie hatte einfach Lust auf etwas anderes. Keine Erscheinung, kein Donnerschlag, nur ein Gefühl. Im Gespräch mit Dani Korsch erzählt die Theologin und Harfenspielerin, warum der durchgetaktete Klosteralltag sie befreit statt einengt, was die Ordenstracht mit Persönlichkeit zu tun hat – und warum man als Schwester bei Rot über die Ampel besser nicht erwischt werden sollte.</p>





<p>Transkipt</p>





<p>Dani Korsch: Als ich hörte, die Schwestern der Maria Magdalena Postel machen einen Podcast, hatte ich sofort den Gedanken, da muss eine Schwester her, mit der man mal ein bisschen ins Detail geht. Schön, dass ich dich heute hier sitzen habe. Schwester Teresita Maria. Magst du dich vielleicht einmal kurz vorstellen und uns vielleicht schon einen Einblick geben, wann hattest du das erste Mal das Gefühl, Ordensschwester, das wird mein Weg?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Gerne. Also Schwester Theresita Maria. Ich bin seit 41 Jahren in diesem Verein, hier in der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel. Vorher habe ich nach dem Abi Theologie und Musik studiert, war als Lehrerin und Erzieherin tätig. Drei Jahre und in der Zeit habe ich tatsächlich gedacht, oder kam mir die Idee in den Kopf, ach nee, ich will nicht heiraten, sondern für Gott und viele Menschen leben. Das war so eine Idee. Ich habe vier Geschwister, die haben alle nacheinander geheiratet und Kinder bekommen, zumindest drei der vier. Aber ich dachte, ich habe Lust auf etwas anderes. Und dann habe ich mich auf die Suche begeben, dachte erst, ich lebe so alleine. Dann dachte ich, nö, so als eher rheinische Frohnatur ist es vielleicht schöner, in einer Gemeinschaft zu leben. Das würde besser zu mir passen. Und dann habe ich irgendwo anders Kloster auf Zeit gemacht und zwei Wochen und traf da eine, die ich gefragt habe, hey, willst du auch vielleicht ins Kloster gehen? Ja, vielleicht, aber wenn dann in Bestwig, guck doch da mal vorbei. Und dann kam ich hier hin und die Helle und Offenheit sprach mich einfach an. Ich kann jetzt nicht sagen, die und die theologische Richtung, das ist alles erstmal irrelevant. Ja, und dann bin ich in demselben Jahr noch, nach vielen Monaten des Zweifelns, Überlegens hin und her, hier habe ich an die Türen geklopft und gesagt, ich möchte gerne hier mit euch leben. Und was mich eben fasziniert hat, so war der Gedanke, mit anderen Frauen in Gemeinschaft zu leben, die so dieselbe Idee von Leben haben, von Leben für Gott und die Menschen. Und das habe ich hier gefunden. Und da ich immer noch da bin, denke ich, war es der richtige Weg für mich.</p>



<p>Dani Korsch: Du sagtest eine, da gab es eine Frau, die auch die Idee hatte und die sagte, komm doch mal nach Bestwig. Das heißt, das war so der ausschlaggebende Punkt für dich, die Begegnung. Kannst du dich noch an die Frau erinnern? Ist die heute auch noch hier?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Die ist jetzt unsere Provinzoberin. Tatsächlich, das war Schwester Johanna. Wir waren da zufällig gemeinsam in diesem anderen Orden, um die Kar- und Ostertage zu verbringen. Und da habe ich die einfach gefragt. Ich fand sie sympathisch natürlich. Und dann sagte die spontan, wenn dann in Bestwig. Die kannte den Orden schon, weil sie hier aus der Nähe kommt, im Gegensatz zu mir. Und ja, so war das. Und ich habe tatsächlich auch noch die ersten Schwestern vor Augen, denen ich hier begegnet bin. Das ist ja jetzt 42 Jahre her. Und ja, so Bilder, so Eindrücke prägen einen ja auch. Und besonders die Begegnung auch mit Schwester Aloisia, die damals Novizenmeisterin war und die mich dann herumgeführt hat und mir ganz viele Fragen beantwortet hat. Das war sicher auch so eine prägende Gestalt.</p>



<p>Dani Korsch: Wenn man jetzt die 42 Jahre zurückgeht, ist man ja vielleicht gerade so in einem Lebensabschnitt, wo man sich jetzt beruflich orientiert. Jetzt ist das ja nicht so, dass ich als Jugendliche das...</p>]]>
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                    <![CDATA[Schwester Theresita Maria ist seit 41 Jahren Ordensschwester – und erklärt das so: Sie hatte einfach Lust auf etwas anderes. Keine Erscheinung, kein Donnerschlag, nur ein Gefühl. Im Gespräch mit Dani Korsch erzählt die Theologin und Harfenspielerin, warum der durchgetaktete Klosteralltag sie befreit statt einengt, was die Ordenstracht mit Persönlichkeit zu tun hat – und warum man als Schwester bei Rot über die Ampel besser nicht erwischt werden sollte.





Transkipt





Dani Korsch: Als ich hörte, die Schwestern der Maria Magdalena Postel machen einen Podcast, hatte ich sofort den Gedanken, da muss eine Schwester her, mit der man mal ein bisschen ins Detail geht. Schön, dass ich dich heute hier sitzen habe. Schwester Teresita Maria. Magst du dich vielleicht einmal kurz vorstellen und uns vielleicht schon einen Einblick geben, wann hattest du das erste Mal das Gefühl, Ordensschwester, das wird mein Weg?



Sr. Theresita Maria: Gerne. Also Schwester Theresita Maria. Ich bin seit 41 Jahren in diesem Verein, hier in der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel. Vorher habe ich nach dem Abi Theologie und Musik studiert, war als Lehrerin und Erzieherin tätig. Drei Jahre und in der Zeit habe ich tatsächlich gedacht, oder kam mir die Idee in den Kopf, ach nee, ich will nicht heiraten, sondern für Gott und viele Menschen leben. Das war so eine Idee. Ich habe vier Geschwister, die haben alle nacheinander geheiratet und Kinder bekommen, zumindest drei der vier. Aber ich dachte, ich habe Lust auf etwas anderes. Und dann habe ich mich auf die Suche begeben, dachte erst, ich lebe so alleine. Dann dachte ich, nö, so als eher rheinische Frohnatur ist es vielleicht schöner, in einer Gemeinschaft zu leben. Das würde besser zu mir passen. Und dann habe ich irgendwo anders Kloster auf Zeit gemacht und zwei Wochen und traf da eine, die ich gefragt habe, hey, willst du auch vielleicht ins Kloster gehen? Ja, vielleicht, aber wenn dann in Bestwig, guck doch da mal vorbei. Und dann kam ich hier hin und die Helle und Offenheit sprach mich einfach an. Ich kann jetzt nicht sagen, die und die theologische Richtung, das ist alles erstmal irrelevant. Ja, und dann bin ich in demselben Jahr noch, nach vielen Monaten des Zweifelns, Überlegens hin und her, hier habe ich an die Türen geklopft und gesagt, ich möchte gerne hier mit euch leben. Und was mich eben fasziniert hat, so war der Gedanke, mit anderen Frauen in Gemeinschaft zu leben, die so dieselbe Idee von Leben haben, von Leben für Gott und die Menschen. Und das habe ich hier gefunden. Und da ich immer noch da bin, denke ich, war es der richtige Weg für mich.



Dani Korsch: Du sagtest eine, da gab es eine Frau, die auch die Idee hatte und die sagte, komm doch mal nach Bestwig. Das heißt, das war so der ausschlaggebende Punkt für dich, die Begegnung. Kannst du dich noch an die Frau erinnern? Ist die heute auch noch hier?



Sr. Theresita Maria: Die ist jetzt unsere Provinzoberin. Tatsächlich, das war Schwester Johanna. Wir waren da zufällig gemeinsam in diesem anderen Orden, um die Kar- und Ostertage zu verbringen. Und da habe ich die einfach gefragt. Ich fand sie sympathisch natürlich. Und dann sagte die spontan, wenn dann in Bestwig. Die kannte den Orden schon, weil sie hier aus der Nähe kommt, im Gegensatz zu mir. Und ja, so war das. Und ich habe tatsächlich auch noch die ersten Schwestern vor Augen, denen ich hier begegnet bin. Das ist ja jetzt 42 Jahre her. Und ja, so Bilder, so Eindrücke prägen einen ja auch. Und besonders die Begegnung auch mit Schwester Aloisia, die damals Novizenmeisterin war und die mich dann herumgeführt hat und mir ganz viele Fragen beantwortet hat. Das war sicher auch so eine prägende Gestalt.



Dani Korsch: Wenn man jetzt die 42 Jahre zurückgeht, ist man ja vielleicht gerade so in einem Lebensabschnitt, wo man sich jetzt beruflich orientiert. Jetzt ist das ja nicht so, dass ich als Jugendliche das...]]>
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                    <![CDATA[<p>Schwester Theresita Maria ist seit 41 Jahren Ordensschwester – und erklärt das so: Sie hatte einfach Lust auf etwas anderes. Keine Erscheinung, kein Donnerschlag, nur ein Gefühl. Im Gespräch mit Dani Korsch erzählt die Theologin und Harfenspielerin, warum der durchgetaktete Klosteralltag sie befreit statt einengt, was die Ordenstracht mit Persönlichkeit zu tun hat – und warum man als Schwester bei Rot über die Ampel besser nicht erwischt werden sollte.</p>





<p>Transkipt</p>





<p>Dani Korsch: Als ich hörte, die Schwestern der Maria Magdalena Postel machen einen Podcast, hatte ich sofort den Gedanken, da muss eine Schwester her, mit der man mal ein bisschen ins Detail geht. Schön, dass ich dich heute hier sitzen habe. Schwester Teresita Maria. Magst du dich vielleicht einmal kurz vorstellen und uns vielleicht schon einen Einblick geben, wann hattest du das erste Mal das Gefühl, Ordensschwester, das wird mein Weg?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Gerne. Also Schwester Theresita Maria. Ich bin seit 41 Jahren in diesem Verein, hier in der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel. Vorher habe ich nach dem Abi Theologie und Musik studiert, war als Lehrerin und Erzieherin tätig. Drei Jahre und in der Zeit habe ich tatsächlich gedacht, oder kam mir die Idee in den Kopf, ach nee, ich will nicht heiraten, sondern für Gott und viele Menschen leben. Das war so eine Idee. Ich habe vier Geschwister, die haben alle nacheinander geheiratet und Kinder bekommen, zumindest drei der vier. Aber ich dachte, ich habe Lust auf etwas anderes. Und dann habe ich mich auf die Suche begeben, dachte erst, ich lebe so alleine. Dann dachte ich, nö, so als eher rheinische Frohnatur ist es vielleicht schöner, in einer Gemeinschaft zu leben. Das würde besser zu mir passen. Und dann habe ich irgendwo anders Kloster auf Zeit gemacht und zwei Wochen und traf da eine, die ich gefragt habe, hey, willst du auch vielleicht ins Kloster gehen? Ja, vielleicht, aber wenn dann in Bestwig, guck doch da mal vorbei. Und dann kam ich hier hin und die Helle und Offenheit sprach mich einfach an. Ich kann jetzt nicht sagen, die und die theologische Richtung, das ist alles erstmal irrelevant. Ja, und dann bin ich in demselben Jahr noch, nach vielen Monaten des Zweifelns, Überlegens hin und her, hier habe ich an die Türen geklopft und gesagt, ich möchte gerne hier mit euch leben. Und was mich eben fasziniert hat, so war der Gedanke, mit anderen Frauen in Gemeinschaft zu leben, die so dieselbe Idee von Leben haben, von Leben für Gott und die Menschen. Und das habe ich hier gefunden. Und da ich immer noch da bin, denke ich, war es der richtige Weg für mich.</p>



<p>Dani Korsch: Du sagtest eine, da gab es eine Frau, die auch die Idee hatte und die sagte, komm doch mal nach Bestwig. Das heißt, das war so der ausschlaggebende Punkt für dich, die Begegnung. Kannst du dich noch an die Frau erinnern? Ist die heute auch noch hier?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Die ist jetzt unsere Provinzoberin. Tatsächlich, das war Schwester Johanna. Wir waren da zufällig gemeinsam in diesem anderen Orden, um die Kar- und Ostertage zu verbringen. Und da habe ich die einfach gefragt. Ich fand sie sympathisch natürlich. Und dann sagte die spontan, wenn dann in Bestwig. Die kannte den Orden schon, weil sie hier aus der Nähe kommt, im Gegensatz zu mir. Und ja, so war das. Und ich habe tatsächlich auch noch die ersten Schwestern vor Augen, denen ich hier begegnet bin. Das ist ja jetzt 42 Jahre her. Und ja, so Bilder, so Eindrücke prägen einen ja auch. Und besonders die Begegnung auch mit Schwester Aloisia, die damals Novizenmeisterin war und die mich dann herumgeführt hat und mir ganz viele Fragen beantwortet hat. Das war sicher auch so eine prägende Gestalt.</p>



<p>Dani Korsch: Wenn man jetzt die 42 Jahre zurückgeht, ist man ja vielleicht gerade so in einem Lebensabschnitt, wo man sich jetzt beruflich orientiert. Jetzt ist das ja nicht so, dass ich als Jugendliche dastehe und dann fällt mir direkt auch Ordensschwester als Beruf ein. Das ist ja jetzt mehr, aber wahrscheinlich eher eine Berufung, die man von innen heraus spürt. Womit verbindest du für dich so das Ordensschwesternleben? Gibt es bestimmte Werte, die für dich da hervorstechen?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Also sicher, wie du gerade gesagt hast, ist eher eine Berufung als ein Beruf. Also mein Beruf ist schlicht Lehrerin und jetzt hier Kirchenmusikerin. Aber Berufung, da steckt ja auch das Wort Ruf drin. Also Ruf und Beruf und Berufung, das ist ja alles praktisch von derselben Wurzel. Und es ist schon so ein Ruf, ein Ruf Gottes. So diesen Ruf, das habe ich in meinem Inneren gespürt. Und ich berufe dich, für mich zu leben oder meine Idee eben, ich möchte für Gott und viele Menschen leben. Und Gott sagt jetzt nicht definitiv, ich will, dass du nach Bestwig gehst, so nicht. Aber ich denke, man kann das ein bisschen vergleichen, wenn ich mich in jemanden verliebe und ihn heirate. Es gibt vielleicht ungefähr 3,5 Milliarden Männer auf der Welt, aber warum suche ich mir diesen einen aus und nicht die anderen Milliarden? Umgekehrt auch. Bei jeder Partnerschaft, bei jeder Freundschaft, was man nicht nur so rational begründen kann. Und so ist das hier auch, so ein hingezogen, so sich hingezogen fühlen zu diesem Leben. Und ja, diese Werte sind sicher dieses Leben für Gott, auch dieses, das Gemeinschaftsleben und sicher auch dieses Leben in den Gelübden. Vielleicht kommen wir da noch drauf, wir geloben ja ehelose Keuschheit, Gehorsam und Armut, obwohl das mit der Armut man ja sehr relativieren muss, tatsächlich. Und auch diese innere Freiheit, die tatsächlich dadurch entsteht, das sind so Werte, die mich angezogen haben und mich immer noch faszinieren.</p>



<p>Dani Korsch: Jetzt sagtest du, dein Beruf ist eigentlich Lehrerin und heute noch Musik machen. Jetzt kann ich mir darunter was vorstellen, habe ungefähr so einen Ablauf im Kopf, wie dann so ein Alltag aussehen könnte. Das hat man aber vielleicht jetzt nicht direkt, wenn man an Ordensschwester denkt. Ist das da auch genauso strukturiert? Hat man die Aufgabe, also in dem Fall vielleicht ja dann die Aufgabe Lehrerin, der man nachgeht, ist das dann genauso ein getakteter Alltag?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Ja, der Alltag ist tatsächlich bei uns sehr getaktet. Und das ist ja, also der Begriff Orden, da steckt ja Ordo, also Ordnung drin. Und diese Tagesstruktur zwischen Gebet und Arbeit und Essen und auch Gemeinschaftsleben und Freizeit, Muße, die gibt dem Tag und dem Leben die Struktur. und diese Rhythmisierung ist also auch ein Stück befreiend. Ich muss jetzt nicht jeden Morgen überlegen, Moment, wann stehe ich denn jetzt auf? Oder ich bleibe so eine halbe Stunde liegen oder sollst du doch beten gehen? Bis hin zu, was ziehe ich denn an? Wie befreiend? Bei Frauen vielleicht auch. Diese Rhythmisierung ist so wie so eine Leitplanke am Weg vielleicht, die uns die Struktur geben. Und es soll ja tatsächlich auch gesund sein, denn Ordensfrauen oder Ordensmänner werden in der Regel sehr, sehr alt. So dieses Gleichmäßige, dass jeder Tag so gleich strukturiert ist. Wir beginnen mit dem Gebet und danach essen und dann geht jeder seine Arbeit nach. Mittags wieder Gebet, Essen, Mittags, Ruhe, Arbeit und abends wieder um 18 Uhr beten, Essen und so. Und das passt natürlich in einem apostolisch tätigen Orden, wie wir sind, und passt sich diese Struktur natürlich auch dem Arbeitsbereich an. Die Ordensmänner, die in der Krankenpflege tätig sind und im Krankenhaus wohnen, haben sicher ein bisschen andere Uhrzeiten morgens, mittags, abends. Als wir und mein Schulalltag begann als Schulleiterin in Heiligenstadt, in Thüringen, um Viertel nach sieben in die Schule, DDR-Relikt, und dann entsprechend ist dann vorher beten, frühstücken und dann in die Schule gehen. Also das passt sich gut aneinander an. Muss es ja auch.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, dann sind das schon so fast wie Rituale. Also wenn man das dann so in diese Dreiteilung, dass der Tag alleine mit dem Beten auch beginnt und auch beendet wird und mittendrin, dass man sich nochmal so für sich besinnt, hattest du dann immer die Möglichkeit, in deinem Arbeitsalltag dich da irgendwie rauszunehmen dafür? Also mittagsbeten?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Also mittags beten ist natürlich, wenn man im Schulalltag ist, schwierig, weil sich die Unterrichtsstunden natürlich nicht dann errichten, dass man Schlag Zwölf sagt, die Schwestern beten. Aber das, finde ich, macht auch nichts, weil die Schwestern immer auch für die beten, die gerade nicht kommen können. Das ist also sehr, sehr schön. Aber morgens und abends, das geht gut. Es gibt manche Ausnahmen, wenn du unterwegs bist, im Zug oder im Auto. Aber in der Regel passt das schon gut. Und es sind, wie du sagst, in der Tat auch so Rituale, die auch wichtig sind für die Menschen. Wir haben ja alle, glaube ich, Rituale, wie man jedes Jahr am 24. Dezember den Weihnachtsbaum aufbaut. Ist auch so ein Ritual, oder so ganz viele Rituale, die auch das Leben ein Stück einfacher und auch reicher machen, finde ich.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, also ich glaube, solche Rituale haben wir auch alle, die jetzt vielleicht nicht in dem Orden leben. Also ich alleine kenne es von meinem Familienleben mit meiner Tochter. Du sagtest jetzt gerade, dass die Gemeinschaft es ja auch mit sich bringt, dass dann Schwestern für eine Schwester beten, die vielleicht gerade nicht kann. Also ich habe zumindest, vielleicht auch der eine oder andere, so ein paar Fragen, die man vielleicht sich sonst nicht so getraut zu fragen. Und jetzt lebt ja alle in der Gemeinschaft, ein bisschen anders, als wenn man halt vielleicht einen Partner oder eine Familie hat. Dennoch habe ich mich gefragt, fehlt einer Ordensschwester die persönliche Nähe? Oder fängt das die Gemeinschaft anders auf?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Nee, ist eine gute Frage. Also was vielleicht vielen Frauen fehlt, also in Frauengemeinschaften, ist dieses Kinder bekommen und Mutter sein. Das ist ja sowas, was vielen Frauen auch Erfüllung gibt. Oder einfach die zärtliche, auch körperliche Nähe zu einem Partner oder einer Partnerin. Das ist schon das, wo wir bewusst darauf verzichten natürlich. Also die gelebte, ausgelebte Sexualität. Dass das nicht immer einfach ist, ist klar. Aber es ist auch so in dem Leben nicht alles einfach. Ich denke, als Mutter mit Kindern und gleichzeitig arbeiten, ist auch nicht immer einfach. Also dafür haben wir uns bewusst entschieden. Aber das heißt nicht, dass wir auf Nähe und Freundschaft verzichten. Und ich finde, es ist ein ganz großes Geschenk, wenn man in einer Ordensgemeinschaft auch Freunde oder Freundinnen findet. Also ich habe auch so zwei, drei, mit denen ich wirklich so befreundet bin. Auch außerhalb der Gemeinschaft mit einigen Männern und einigen Frauen, die wir Freunde sind. Das ist jetzt kein absoluter Ersatz, aber es tut auch einfach gut, diese Nähe zu spüren oder mal in den Arm genommen zu werden. Das gehört auch zum Menschen ja dazu. Ja, und es ist natürlich auch immer wieder ein Anruf, hey, pfleg intensiv deine Freundschaft zu Christus. Die natürlich nicht irgendwie körperlich spürbar ist, aber schon in der Tiefe der Seele, so ein Frieden oder so ein Gefühl der, hey, das ist richtig oder du bist angesehen und geliebt und so.</p>



<p>Dani Korsch: Aber in den Arm genommen werden, das darf man. Also so die Art körperliche Nähe wird jetzt nicht irgendwie beäugt.</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Nee, natürlich nicht. Ich habe auch Kollegen. Ich war eben noch im Gespräch mit zwei Kollegen, für die Tagung am Donnerstag vorzubereiten. Und dann begrüßt man sich auch und nimmt sich in den Arm. Das ist auch einfach schön.</p>



<p>Dani Korsch: Das glaube ich. Also es braucht auch jeder irgendwie, glaube ich, mal im Leben vielleicht auch mal so eine Schulter an, die man sich anlehnen kann. Es gibt ja auch mal schwierige Phasen.</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Absolut. An der man weinen kann, natürlich. Das ist im Ordn genauso wie im Leben außerhalb einer Ordensgemeinschaft.</p>



<p>Dani Korsch: Und wie darf ich mir das vorstellen, wie ihr hier in so einem Kloster wohnt? Und hat jeder, also ihr habt ja jetzt nicht eine Wohnung so wie ich mit mehreren Zimmern wahrscheinlich. Hat man ein kleines Zimmer, sein eigenes Reich?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Ja, Gott sei Dank. Früher war es tatsächlich so, als die Generationen vor mir eingetreten sind, dass sie im Schlafsaal geschlafen haben. Das gibt es aber nicht mehr. Also wir haben hier ein eigenes Zimmer, auch mit eigener kleinen Nasszelle. Und das ist für mich auch tatsächlich so ein Refugium, also so ein Rückzugsort. Wo ich dann abends nach getaner Arbeit, wenn ich glücklich mein Computer ausschalten kann, mich einfach in meinen Sessel setze, noch einen Tee dazu trinke und die Zeit lese oder ein Buch lese und einfach weiß, du bist jetzt alleine, du kannst jetzt bei dir sein und es stellt hoffentlich kein Telefon mehr und du brauchst nicht mehr arbeiten. Also ich glaube, das braucht man oder auch mal, was weiß ich, Sonntags-Nachmittags oder Samstagsmittags, keine Ahnung, so dieses einfach sich zurückziehen und so ganz privat zu sein. Das also ich und vielleicht auch je älter ich werde, je mehr brauche ich das, glaube ich, oder je mehr genieße ich das auf jeden Fall tatsächlich.</p>



<p>Dani Korsch: Ist das dann auch so wie wahrscheinlich bei 90 Prozent der anderen Menschen? Hast du einen Fernseher da? Guckst du irgendwelche Soaps oder gehst du dann eher deiner Musik nach? Nee, in den Zimmern haben wir keine Fernseher.</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Wir haben in kleinen Gruppen einen gemeinsamen Raum, wo wir morgens und abends essen, nur mittags essen wir in der großen Gemeinschaft und wo auch ein Fernseher steht, wo wir natürlich die Tagesschau gucken und wenn auch einer was anderes gucken möchte, bleibt ja noch da und guckt was anderes. Die Schwestern auf der Pflegestation haben zum Teil einen Ferhnseher im Zimmer. Wenn die zum Beispiel gar nicht mehr das Bett verlassen können, dann wird ja auch so ein Tag wirklich verflixt lang und da ist es dann einfach schön, wenn man so auch Anregungen von außen hat. Also meine beiden Leidenschaften sind tatsächlich Lesen und Harfenspielen und meine Harfen stehen in meinem Zimmer, darum habe ich ein größeres Zimmer als die anderen und wenn ich dann alleine bin und entweder Harfenspiele oder lese, das ist so für mich Glück pur. Tatsächlich.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, kann ich mir vorstellen. Du hast ja auch gesagt, das ist dein Rückzugspunkt, dein Rückzugsort auch und bist auch froh drum. Du hast am Anfang auch gesagt, du musst dich zum Glück ja auch nicht entscheiden, was ziehe ich heute an. Ist es so, dass du in deinem eigenen vier Wänden, was dir zur Verfügung steht, trotzdem auch das Ordensgewand anhast?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Ja, wenn ich abends mich in meinen Sessel setze und so ein bisschen rückeln, dann ziehe ich den Schleier aus, weil es einfach dann auch bequemer ist, damit der nicht so knuddelt. Aber sonst haben wir eigentlich immer das Ordensgewand an. Wenn wir Sport machen, dann natürlich nicht, weil mit Schleier und Kleid sich auf die Erde zu legen oder Liegestütze zu machen, ist auch nicht so prickelnd. Und je nachdem, wo die Schwestern Urlaub machen, meinetwegen an der See oder in den Bergen, dann gehen die auch in Zivil, weil das einfach bequem ist. Und es wäre ja geradezu, finde ich, lächerlich oder peinlich, wenn ich am Strand bin und hänge meinen Schleier in die Düne und ziehe meinen Badeanzug so an. Das hätte schon eher was Lächerliches. Aber was natürlich auch stimmt, also ich mag das Ordenskleid, ich mag es auch so erkannt zu werden als jemand, der für Gott lebt, aber es ist immer auch eine Rolle, der man zugewiesen wird, tatsächlich. Also man sieht ja automatisch, die ist irgendwie anders, die gehört zur Kirche. Und einmal hat eine Mitschwester von mir erlebt, die ist im Studium in Mainz, mal weil sie es mega eilig hatte, bei Rot über die Ampel gegangen, über die Fußgängerampel, weil auch tatsächlich kein Auto kam. Und auf der anderen Straßenseite stand jemand und sagte, Sie als Schwester machen so was. Da hat sie sich zu Tode geschämt. Die hatte nur daran gedacht, ich muss zur Uni und es kommt weit und breit kein Auto, ich laufe bei Rot über die Ampel. Also man wird auch irgendwie, man steht immer ein Stück mehr unter Beobachtung und das kann dann auch schon mal ein bisschen lästig sein. Aber andererseits wird man natürlich auch schon mal, wenn man im Zug ist, angesprochen und sagt, hey, Schwester, können Sie für mich beten oder ich habe da gerade ein Problem, darf ich Ihnen das mal erzählen? Oder so.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, du wirst halt direkt erkannt. Kleider machen Leute,</p>



<p>Sr. Theresita Maria: das ist immer noch so. Und es ist auch tatsächlich, obwohl viele mit Kirche nichts mehr zu tun haben wollen, verständlicherweise auch mit den ganzen Missbrauchsskandalen und so weiter, scheinen Ordensschwestern doch noch so einen gewissen Bonus in den Augen der Leute zu haben. Das finde ich interessant.</p>



<p>Dani Korsch: Die Kleidung ist für mich auch eine Art Verzicht. Also ich meine, du bist jetzt nicht farbenfroh, wenn jetzt der Frühling kommt, dass man sagt, oh, heute gehe ich mal mit Rot oder irgendwas. Der Verzicht prägt ja auch sonst dein Leben, fühlst du dich dadurch eingeschränkt?</p>



<p>Sr. Theresita Maria: Ja, also ich persönlich fühle mich jetzt nicht eingeschränkt. Aber es ist schon sehr uniform, im wahrsten Sinne des Wortes. Und natürlich ist es schön, sich manchmal schön zu machen. So auch wie du trägst schön Schmuck oder eine schicke Frisur, das ist schon alles Verzicht natürlich. Darauf verzichten wir bewusst. Ja, kann ich nicht anders sagen. Vielleicht ist es dann auch eine Einladung, hey, wenn du schon nicht durch dein Äußeres dich schön machen kannst, dann ist es umso wichtiger, dass deine Persönlichkeit strahlt. Wir sind ja, auch wenn wir alle gleich aussehen, sind wir nicht alle die gleichen Charaktere, weiß Gott nicht. oder dann kommt es vielleicht noch mehr darauf an, die eigene Persönlichkeit so zu entwickeln und auch so die Freude am Leben, an Gott, an die Menschen auszustrahlen oder wie auch immer.</p>



<p>Dani Korsch: Das Gefühl habe ich hier ganz oft, wenn ich im Kloster unterwegs bin, dass eine positive Schwingung, würde ich irgendwie sagen, wenn man auch, egal auf wen, auf eine Schwester hier im Hause trifft, geht man gefühlt positiv gestärkt heraus. Also als würdet ihr das alle in euch tragen, so mitbringen. Das ist so mein Empfinden. Ja, ich danke dir für diese ganzen tiefen Einblicke, die man sich vielleicht sonst nicht so getraut zu fragen oder die man doch irgendwie so im Hinterkopf hat. Und ich würde mich freuen, wenn wir die eine oder andere Schwester vielleicht auch noch mal vor die Linse kriegen. Bestimmt. Danke dir.</p>



<p><em><em>Dieses Transkript wurde mithilfe von NovaScribe und Claude erstellt.</em></em></p>





<p>Die nächste Folge erscheint am 13. Juni. Darin spricht Irena Oberwald mit Meike Frömmer über das Thema <em>Nachhaltigkeit</em> bei SMMP. Das ist mehr als Mülltrennung und hat bei SMMP drei Farben.</p>]]>
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                    <![CDATA[Schwester Theresita Maria ist seit 41 Jahren Ordensschwester – und erklärt das so: Sie hatte einfach Lust auf etwas anderes. Keine Erscheinung, kein Donnerschlag, nur ein Gefühl. Im Gespräch mit Dani Korsch erzählt die Theologin und Harfenspielerin, warum der durchgetaktete Klosteralltag sie befreit statt einengt, was die Ordenstracht mit Persönlichkeit zu tun hat – und warum man als Schwester bei Rot über die Ampel besser nicht erwischt werden sollte.





Transkipt





Dani Korsch: Als ich hörte, die Schwestern der Maria Magdalena Postel machen einen Podcast, hatte ich sofort den Gedanken, da muss eine Schwester her, mit der man mal ein bisschen ins Detail geht. Schön, dass ich dich heute hier sitzen habe. Schwester Teresita Maria. Magst du dich vielleicht einmal kurz vorstellen und uns vielleicht schon einen Einblick geben, wann hattest du das erste Mal das Gefühl, Ordensschwester, das wird mein Weg?



Sr. Theresita Maria: Gerne. Also Schwester Theresita Maria. Ich bin seit 41 Jahren in diesem Verein, hier in der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel. Vorher habe ich nach dem Abi Theologie und Musik studiert, war als Lehrerin und Erzieherin tätig. Drei Jahre und in der Zeit habe ich tatsächlich gedacht, oder kam mir die Idee in den Kopf, ach nee, ich will nicht heiraten, sondern für Gott und viele Menschen leben. Das war so eine Idee. Ich habe vier Geschwister, die haben alle nacheinander geheiratet und Kinder bekommen, zumindest drei der vier. Aber ich dachte, ich habe Lust auf etwas anderes. Und dann habe ich mich auf die Suche begeben, dachte erst, ich lebe so alleine. Dann dachte ich, nö, so als eher rheinische Frohnatur ist es vielleicht schöner, in einer Gemeinschaft zu leben. Das würde besser zu mir passen. Und dann habe ich irgendwo anders Kloster auf Zeit gemacht und zwei Wochen und traf da eine, die ich gefragt habe, hey, willst du auch vielleicht ins Kloster gehen? Ja, vielleicht, aber wenn dann in Bestwig, guck doch da mal vorbei. Und dann kam ich hier hin und die Helle und Offenheit sprach mich einfach an. Ich kann jetzt nicht sagen, die und die theologische Richtung, das ist alles erstmal irrelevant. Ja, und dann bin ich in demselben Jahr noch, nach vielen Monaten des Zweifelns, Überlegens hin und her, hier habe ich an die Türen geklopft und gesagt, ich möchte gerne hier mit euch leben. Und was mich eben fasziniert hat, so war der Gedanke, mit anderen Frauen in Gemeinschaft zu leben, die so dieselbe Idee von Leben haben, von Leben für Gott und die Menschen. Und das habe ich hier gefunden. Und da ich immer noch da bin, denke ich, war es der richtige Weg für mich.



Dani Korsch: Du sagtest eine, da gab es eine Frau, die auch die Idee hatte und die sagte, komm doch mal nach Bestwig. Das heißt, das war so der ausschlaggebende Punkt für dich, die Begegnung. Kannst du dich noch an die Frau erinnern? Ist die heute auch noch hier?



Sr. Theresita Maria: Die ist jetzt unsere Provinzoberin. Tatsächlich, das war Schwester Johanna. Wir waren da zufällig gemeinsam in diesem anderen Orden, um die Kar- und Ostertage zu verbringen. Und da habe ich die einfach gefragt. Ich fand sie sympathisch natürlich. Und dann sagte die spontan, wenn dann in Bestwig. Die kannte den Orden schon, weil sie hier aus der Nähe kommt, im Gegensatz zu mir. Und ja, so war das. Und ich habe tatsächlich auch noch die ersten Schwestern vor Augen, denen ich hier begegnet bin. Das ist ja jetzt 42 Jahre her. Und ja, so Bilder, so Eindrücke prägen einen ja auch. Und besonders die Begegnung auch mit Schwester Aloisia, die damals Novizenmeisterin war und die mich dann herumgeführt hat und mir ganz viele Fragen beantwortet hat. Das war sicher auch so eine prägende Gestalt.



Dani Korsch: Wenn man jetzt die 42 Jahre zurückgeht, ist man ja vielleicht gerade so in einem Lebensabschnitt, wo man sich jetzt beruflich orientiert. Jetzt ist das ja nicht so, dass ich als Jugendliche das...]]>
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                    <![CDATA[Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel]]>
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                    <![CDATA[Mit dem Smartphone am Bett – Sechs Stunden am Tag gespart]]>
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                <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 08:09:19 +0000</pubDate>
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                                            <![CDATA[<p>Nathalie Rammert leitet die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. In der neuen Folge von „Postels Stimmen" erzählt sie, wie eine KI-gestützte Sprachdokumentation den Alltag in den Senioreneinrichtungen verändert. Pflegekräfte dokumentieren jetzt direkt im Bewohnerzimmer statt am PC im Dienstzimmer. Die Idee dazu kam nicht aus der Chefetage – sondern von Mitarbeitenden, die sie von einer Messe mitbrachten. Außerdem: Warum Sensoren Stürze erkennen, wie ein Wohnbereich seine Dienstzeiten selbst bestimmt und was passiert, wenn man Pflegekräften einfach mal zutraut, Dinge neu zu denken.</p>





<p>Transkript verfügbar</p>





<p>Irena Oberwald: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Postells Stimmen, der Podcast, in dem wir Menschen von SMMP eine Stimme geben. Heute sprechen wir ein wenig über Pflegeinnovation und ich darf Nathalie Rammert begrüßen. Hi, schön, dass du da bist.</p>



<p>Natalie Rammert: Hi, ich sage einmal ein paar Worte zu mir, Nathalie Rammert. Ich bin im Qualitätsmanagement, ich leite das Qualitätsmanagement und die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. Ich bin seit sechs Jahren ungefähr bei SMMP im Qualitätsmanagement angefangen.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, schön, dass du da bist. Dankeschön. Das ist sehr interessant. Kannst du uns so ein bisschen was über deine Rolle erzählen, also was so genau deine Aufgaben sind? Erzähl uns einfach ein bisschen was, dass die Hörer, Zuschauer ein paar Einblicke bekommen.</p>



<p>Natalie Rammert: Genau, also im Qualitätsmanagement ist ja das typische Qualitätsmanagement, dass wir halt wirklich ein QM-Handbuch haben, dass wir interne Audits durchführen. Das Ganze ist aber, würde ich jetzt sagen, sehr praxisnah und sehr kollegial. Wir haben viele Austauschtermine, viele Arbeitskreise, wo wir uns treffen, wo wir Sachen abstimmen. Das heißt, es ist nicht ein QM, was einfach von oben über gestülpt wird, sondern ein gelebtes QM. Wir haben derzeit ungefähr 1500 QM-Dokumente im Handbuch, die dann halt auch wirklich regelmäßig überarbeitet werden und immer wieder angepasst werden. Genau, im Bereich Pflegeinnovation ist es so, dass wir den Bereich jetzt gerade neu so auch betitelt haben. Vorher hieß es Projektmanagement. Im Projektmanagement ist es ja so, dass wir Projekte begleiten, also schon ab dem Wunsch des Projektes oder der Idee bis hin zur Umsetzung, dass es dann irgendwann in den Alltag gelangt. Wir haben aber ja jetzt bei uns im Bereich nicht alle Projekte, sondern halt wirklich die Projekte, die wirklich für die Pflege sind, also Pflegeinnovation. Deswegen haben wir es jetzt umbenannt, weil wir im Bereich Personalentwicklung oder so ja auch Projekte haben. Im Bereich Pflegeinnovation haben wir gerade sehr viele schöne, spannende Projekte. Natürlich auch viel zum Thema Digitalisierung, womit wir halt die Pflege unterstützen und vorantreiben wollen.</p>



<p>Irena Oberwald: Das hört sich wunderbar an. Sehr spannendes Thema. Hast du so ein paar Beispiele jetzt von einem optimalen Projekt, was wirklich gut angekommen ist, gut integriert ist in den Alltag und wirklich auch innovativ ist?</p>



<p>Natalie Rammert: Also wir haben jetzt quasi heute Start in der letzten stationären Einrichtung mit der sprachgesteuerten, KI-basierten Sprachdokumentation mit Voice. Das heißt, dann haben wir alle stationären Einrichtungen mit Voice ausgestattet. Wir haben 2023 im Appell mit dem Haus Maria in Geseke gestartet und da die Sprachdokumentation eingeführt und jetzt nach und nach halt die anderen Einrichtungen folgen lassen. Da bin ich sehr stolz drauf und da können wir auch alle sehr stolz drauf sein, vor allen Dingen auch die Mitarbeiter in den Einrichtungen, dass das so gut funktioniert und dass wir da so begeistert von sind. Mit der Sprachdokumentation ist es so, dass wir halt direkt vor Ort in den Patientenzimmer, Bewohnerzimmern dokumentieren können. Das wird sofort an das System weitergegeben und wir haben alle Dokumentationen, Pflegeberichtseinträge, Vitalzei...</p>]]>
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                    <![CDATA[Nathalie Rammert leitet die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. In der neuen Folge von „Postels Stimmen" erzählt sie, wie eine KI-gestützte Sprachdokumentation den Alltag in den Senioreneinrichtungen verändert. Pflegekräfte dokumentieren jetzt direkt im Bewohnerzimmer statt am PC im Dienstzimmer. Die Idee dazu kam nicht aus der Chefetage – sondern von Mitarbeitenden, die sie von einer Messe mitbrachten. Außerdem: Warum Sensoren Stürze erkennen, wie ein Wohnbereich seine Dienstzeiten selbst bestimmt und was passiert, wenn man Pflegekräften einfach mal zutraut, Dinge neu zu denken.





Transkript verfügbar





Irena Oberwald: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Postells Stimmen, der Podcast, in dem wir Menschen von SMMP eine Stimme geben. Heute sprechen wir ein wenig über Pflegeinnovation und ich darf Nathalie Rammert begrüßen. Hi, schön, dass du da bist.



Natalie Rammert: Hi, ich sage einmal ein paar Worte zu mir, Nathalie Rammert. Ich bin im Qualitätsmanagement, ich leite das Qualitätsmanagement und die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. Ich bin seit sechs Jahren ungefähr bei SMMP im Qualitätsmanagement angefangen.



Irena Oberwald: Ja, schön, dass du da bist. Dankeschön. Das ist sehr interessant. Kannst du uns so ein bisschen was über deine Rolle erzählen, also was so genau deine Aufgaben sind? Erzähl uns einfach ein bisschen was, dass die Hörer, Zuschauer ein paar Einblicke bekommen.



Natalie Rammert: Genau, also im Qualitätsmanagement ist ja das typische Qualitätsmanagement, dass wir halt wirklich ein QM-Handbuch haben, dass wir interne Audits durchführen. Das Ganze ist aber, würde ich jetzt sagen, sehr praxisnah und sehr kollegial. Wir haben viele Austauschtermine, viele Arbeitskreise, wo wir uns treffen, wo wir Sachen abstimmen. Das heißt, es ist nicht ein QM, was einfach von oben über gestülpt wird, sondern ein gelebtes QM. Wir haben derzeit ungefähr 1500 QM-Dokumente im Handbuch, die dann halt auch wirklich regelmäßig überarbeitet werden und immer wieder angepasst werden. Genau, im Bereich Pflegeinnovation ist es so, dass wir den Bereich jetzt gerade neu so auch betitelt haben. Vorher hieß es Projektmanagement. Im Projektmanagement ist es ja so, dass wir Projekte begleiten, also schon ab dem Wunsch des Projektes oder der Idee bis hin zur Umsetzung, dass es dann irgendwann in den Alltag gelangt. Wir haben aber ja jetzt bei uns im Bereich nicht alle Projekte, sondern halt wirklich die Projekte, die wirklich für die Pflege sind, also Pflegeinnovation. Deswegen haben wir es jetzt umbenannt, weil wir im Bereich Personalentwicklung oder so ja auch Projekte haben. Im Bereich Pflegeinnovation haben wir gerade sehr viele schöne, spannende Projekte. Natürlich auch viel zum Thema Digitalisierung, womit wir halt die Pflege unterstützen und vorantreiben wollen.



Irena Oberwald: Das hört sich wunderbar an. Sehr spannendes Thema. Hast du so ein paar Beispiele jetzt von einem optimalen Projekt, was wirklich gut angekommen ist, gut integriert ist in den Alltag und wirklich auch innovativ ist?



Natalie Rammert: Also wir haben jetzt quasi heute Start in der letzten stationären Einrichtung mit der sprachgesteuerten, KI-basierten Sprachdokumentation mit Voice. Das heißt, dann haben wir alle stationären Einrichtungen mit Voice ausgestattet. Wir haben 2023 im Appell mit dem Haus Maria in Geseke gestartet und da die Sprachdokumentation eingeführt und jetzt nach und nach halt die anderen Einrichtungen folgen lassen. Da bin ich sehr stolz drauf und da können wir auch alle sehr stolz drauf sein, vor allen Dingen auch die Mitarbeiter in den Einrichtungen, dass das so gut funktioniert und dass wir da so begeistert von sind. Mit der Sprachdokumentation ist es so, dass wir halt direkt vor Ort in den Patientenzimmer, Bewohnerzimmern dokumentieren können. Das wird sofort an das System weitergegeben und wir haben alle Dokumentationen, Pflegeberichtseinträge, Vitalzei...]]>
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                    <![CDATA[<p>Nathalie Rammert leitet die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. In der neuen Folge von „Postels Stimmen" erzählt sie, wie eine KI-gestützte Sprachdokumentation den Alltag in den Senioreneinrichtungen verändert. Pflegekräfte dokumentieren jetzt direkt im Bewohnerzimmer statt am PC im Dienstzimmer. Die Idee dazu kam nicht aus der Chefetage – sondern von Mitarbeitenden, die sie von einer Messe mitbrachten. Außerdem: Warum Sensoren Stürze erkennen, wie ein Wohnbereich seine Dienstzeiten selbst bestimmt und was passiert, wenn man Pflegekräften einfach mal zutraut, Dinge neu zu denken.</p>





<p>Transkript verfügbar</p>





<p>Irena Oberwald: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Postells Stimmen, der Podcast, in dem wir Menschen von SMMP eine Stimme geben. Heute sprechen wir ein wenig über Pflegeinnovation und ich darf Nathalie Rammert begrüßen. Hi, schön, dass du da bist.</p>



<p>Natalie Rammert: Hi, ich sage einmal ein paar Worte zu mir, Nathalie Rammert. Ich bin im Qualitätsmanagement, ich leite das Qualitätsmanagement und die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. Ich bin seit sechs Jahren ungefähr bei SMMP im Qualitätsmanagement angefangen.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, schön, dass du da bist. Dankeschön. Das ist sehr interessant. Kannst du uns so ein bisschen was über deine Rolle erzählen, also was so genau deine Aufgaben sind? Erzähl uns einfach ein bisschen was, dass die Hörer, Zuschauer ein paar Einblicke bekommen.</p>



<p>Natalie Rammert: Genau, also im Qualitätsmanagement ist ja das typische Qualitätsmanagement, dass wir halt wirklich ein QM-Handbuch haben, dass wir interne Audits durchführen. Das Ganze ist aber, würde ich jetzt sagen, sehr praxisnah und sehr kollegial. Wir haben viele Austauschtermine, viele Arbeitskreise, wo wir uns treffen, wo wir Sachen abstimmen. Das heißt, es ist nicht ein QM, was einfach von oben über gestülpt wird, sondern ein gelebtes QM. Wir haben derzeit ungefähr 1500 QM-Dokumente im Handbuch, die dann halt auch wirklich regelmäßig überarbeitet werden und immer wieder angepasst werden. Genau, im Bereich Pflegeinnovation ist es so, dass wir den Bereich jetzt gerade neu so auch betitelt haben. Vorher hieß es Projektmanagement. Im Projektmanagement ist es ja so, dass wir Projekte begleiten, also schon ab dem Wunsch des Projektes oder der Idee bis hin zur Umsetzung, dass es dann irgendwann in den Alltag gelangt. Wir haben aber ja jetzt bei uns im Bereich nicht alle Projekte, sondern halt wirklich die Projekte, die wirklich für die Pflege sind, also Pflegeinnovation. Deswegen haben wir es jetzt umbenannt, weil wir im Bereich Personalentwicklung oder so ja auch Projekte haben. Im Bereich Pflegeinnovation haben wir gerade sehr viele schöne, spannende Projekte. Natürlich auch viel zum Thema Digitalisierung, womit wir halt die Pflege unterstützen und vorantreiben wollen.</p>



<p>Irena Oberwald: Das hört sich wunderbar an. Sehr spannendes Thema. Hast du so ein paar Beispiele jetzt von einem optimalen Projekt, was wirklich gut angekommen ist, gut integriert ist in den Alltag und wirklich auch innovativ ist?</p>



<p>Natalie Rammert: Also wir haben jetzt quasi heute Start in der letzten stationären Einrichtung mit der sprachgesteuerten, KI-basierten Sprachdokumentation mit Voice. Das heißt, dann haben wir alle stationären Einrichtungen mit Voice ausgestattet. Wir haben 2023 im Appell mit dem Haus Maria in Geseke gestartet und da die Sprachdokumentation eingeführt und jetzt nach und nach halt die anderen Einrichtungen folgen lassen. Da bin ich sehr stolz drauf und da können wir auch alle sehr stolz drauf sein, vor allen Dingen auch die Mitarbeiter in den Einrichtungen, dass das so gut funktioniert und dass wir da so begeistert von sind. Mit der Sprachdokumentation ist es so, dass wir halt direkt vor Ort in den Patientenzimmer, Bewohnerzimmern dokumentieren können. Das wird sofort an das System weitergegeben und wir haben alle Dokumentationen, Pflegeberichtseinträge, Vitalzeichen direkt auch im System. Das heißt, wenn jetzt ein Doktor morgens zum Frühdienst kommt und will seine Runde drehen, sind alle Daten drin. Wir haben alle Vitalzeichen schon drin, wir haben alle Besonderheiten schon drin dokumentiert. Und das ist halt auch für die Mitarbeiter wichtig, dass die immer jederzeit den aktuellen Stand haben und nicht erst nochmal fragen müssen, Hey, Irena, wie war denn der Blutdruck? Ich muss das jetzt wissen, sondern dass es sofort aktuell drin ist. Das Besondere hier ist, wir haben eine KI hinterlegt. Das heißt, die KI filtert halt das Wichtigste raus, sortiert die Daten, die wir einsprechen, schon zu den einzelnen Bereichen, wo sie hingehören. Heißt, ich kann auch einen Sammeleintrag machen, ich kann ganz viele verschiedene Sachen gleichzeitig einsprechen und trotzdem filtert das System die Inhalte raus in die einzelnen Bereiche, wo sie reingehören. Das heißt, wenn ich Vitalzeichen plus Allgemeinzustand gleichzeitig reinspreche, würde er die Vitalzeichen halt bei Vitalzeichen dokumentieren und den Allgemeinzustand im Pflegebericht einzeln dokumentieren. Wir haben dann auch den Vorteil dadurch, dass da eine KI hinter ist, dass auch ein Akzent rausgefiltert werden kann, dass wir trotzdem, dass wir vielleicht nicht perfektes Deutsch sprechen oder Probleme haben, die vernünftige Aussprache hinzubekommen bei manchen Wörtern. Trotzdem filtert die KI dieses raus und macht dann halt vernünftige, grammatikalisch richtige Sätze in die Pflegedokumentation.</p>



<p>Irena Oberwald: Was ist, wenn Menschen kein Deutsch oder ganz gering Deutsch können? Kann der übersetzen oder wie funktioniert das dann?</p>



<p>Natalie Rammert: Die Übersetzungsfunktion haben wir derzeit nicht, also hat auch die Sprachdokumentation derzeit nicht. Das ist aber auch gar nicht so schlimm, weil wir möchten ja, dass die Menschen, die mit Voice dokumentieren oder die bei uns arbeiten, dass die auch Deutsch lernen. Das heißt, wir haben da Beispiele, wo Menschen halt wirklich noch nicht so gut Deutsch sprechen können, die sich dann halt ihr Handy mit ihrer Übersetzungs-App daneben legen, dann die Übersetzungs-App halt fragen und dadurch quasi durch die Spracheingabe Deutsch lernen. Das heißt, sie fragen das Handy, wie muss ich es übersetzen und sprechen es dann in unser System auf Deutsch ein. Auch wenn es nicht perfekt ausgesprochen wird, ist die KI ja dann da, um zu unterstützen.</p>



<p>Irena Oberwald: Perfekt. Ja, ich hätte noch, wie kontrolliert ihr das? Also es muss ja kontrolliert werden, wie viel Zeit wird gespart, nutzen es die Mitarbeiter? Ja, sonst ist es ja nicht so innovativ wie…</p>



<p>Natalie Rammert: Genau. Also wir haben uns am Anfang dazu entschieden, dass wir das ausprobieren und wir haben deswegen ja auch erstmal mit einer Einrichtung gestartet, Pilotprojekt. Haben aber sehr schnell gemerkt, dass sich das lohnt, dass wir da einen Mehrwert von haben und haben dann bereits im September mit der zweiten Einrichtung gestartet. Wir haben direkt, bevor wir mit Voice gestartet sind, haben wir eine Zeiterfassung gemacht. Das heißt, in der Einrichtung, 24 Stunden, wurde dokumentiert, wie viel Zeit brauche ich für die Pflegedokumentation. Also wie lange sitze ich am PC? Heißt, wir haben da die Uhren, die wir von der Corona-Zeit noch da hatten, für die Schnelltests haben wir wiederverwertet. Für diese Zeiterfassung haben die ins Dienstzimmer gestellt. Jeder hat seine Zeit gestoppt. Die Zeiten wurden erfasst, also wirklich dann Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst. Jeder hat einmal aufgeschrieben, wie viel Doku-Zeit er hatte, wo ja noch nicht mal die Wege zum Dienstzimmer hin mit dabei berücksichtigt sind. Das heißt, es ist wirklich nur reine Doku-Zeit. Und dann haben wir das Ganze regelmäßig in dem Projekt wiederholt. Das heißt, wir haben dann Werte gehabt, wie viel Zeit haben wir Ersparnis durch die Sprachdokumentation, durch das schnelle Einsprechen im Bewohnerzimmer. Und konnten jetzt schon nach kurzer Zeit, also wir sind jetzt ja über drei Jahre in dem Haus in Geseke dann mit Voice dabei. Und da haben wir eine Ersparnis von über sechs Stunden am Tag. Weil die Mitarbeiter nicht mehr ins Dienstzimmer gehen müssen, weil wir direkt dokumentieren können und weil wir nicht zum Dienstzimmer hin und dann ist das besetzt, wir laufen wieder zurück. Also auch diese Zeiten, das wird ja alles reduziert dadurch. Genau. Also wir erhoffen uns dadurch noch eine weitere Zeit Ersparnis und dass wir dann halt wirklich wieder mehr Zeit am Bewohner haben, am Bett haben. Ich meine, die meisten Leute, die in die Pflege gegangen sind, sind in die Pflege gegangen, um am Menschen zu arbeiten und nicht um zu dokumentieren und den ganzen Bürokratieaufwand zu haben. Gleichzeitig dazu haben wir aber nicht nur diese Zeiterfassung gemacht, sondern wir machen auch eine digitale Befragung der Mitarbeiter. Das läuft digital über einen QR-Code. Sechs einfache Fragen. Man kann ganz einfach anklicken, inwieweit entlastet mich Voice, inwieweit kann ich nach dem Dienst zum Beispiel besser abschalten, weil ich nicht die ganzen Arme vollgekritzelt habe und dann doch irgendeinen Wert noch vergessen habe, den ich nicht eingetragen habe und nochmal anrufen muss. Sondern einfach diese einfachen Erhebungen, wie hilft das wirklich unseren Mitarbeitern oder steigert das unsere Arbeitgeberattraktivität? Also das sind so Fragen, die dann in dieser Mentimeter-Befragung befragt werden. Und gleichzeitig machen wir auch noch eine Pflegegraderhebung. Das heißt, wir schauen uns ganz genau an, wie entwickeln sich die Pflegegrade in den Häusern. Das ist aber eher ein Langzeitziel. Also wir erhoffen uns durch die bessere Dokumentation, durch die lückenlose Dokumentation, dass wir dadurch auch besser, wenn jetzt der MD kommt und eine Pflegegraderhöhung ansteht, wir besser argumentieren können, warum derjenige einen höheren Pflegegrad braucht. Und das ist besonders dann wichtig, weil wir ja jetzt auch im Rahmen der Personalbemessung darüber sprechen, nach den Pflegegraden wird bestimmt, wie viele Qualifikationsniveau, zwei, vier, drei, egal, also vier wären dann die Fachkräfte, wie viele wir dann in unserem Dienst haben dürfen. Und wenn wir höhere Pflegegrade haben, dürfen wir auch oder bekommen wir auch mehr Qualifikationsniveau 4, also mehr Pflegekräfte refinanziert. Das ist halt wiederum das, wo wir sagen, wir brauchen mehr Leute, die sollen am Bett arbeiten, die sollen entlastet sein und in der Hoffnung, dass wir dann schnellere Pflegegraderhöhungen haben, den Bewohnern dadurch besser helfen können und dadurch einen besseren Personalschlüssel auch haben.</p>



<p>Irena Oberwald: Das ist ja ein wunderbares Beispiel. Jetzt würde mich allerdings auch nochmal interessieren, hast du auch ein Negativbeispiel? Also, was heißt negativ? Hast du irgendwas, was ihr als Projektinnovation gestartet habt und was überhaupt nicht lief oder was ihr wirklich einstellen musstet? Ideen?</p>



<p>Natalie Rammert: Also, einstellen mussten wir bisher nichts, aber ich kann sagen, dass es immer ein Riesenaufwand ist, diese Projekte voranzutreiben und dass es nicht geht, ohne die Einrichtung im Hintergrund zu haben und auch alle Mitarbeiter mitzunehmen. Also, das ist wirklich das A und O, egal welches Projekt man umsetzen möchte. Wir brauchen die Leute an der Basis und wir müssen die Leute an der Basis am Bett davon überzeugen, das zu nutzen. Also, ich kann den Menschen da die Handys hinlegen und sagen, hey, hier, das ist KI-gesteuert und das ist eine Sprachdokumentation, das entlastet euch. Es ist keine Routine. Die werden es liegen lassen, wenn es nicht funktioniert. Die werden da keinen Bock drauf haben. Die werden die Handys vergessen, weil sie sie sonst nicht mitgenommen haben. Also, wir haben jetzt jahrelang immer am PC dokumentiert. Das heißt, das Ganze, egal welche Projekte man hat, ist ein Prozess, wo man immer, immer wieder motivieren muss und immer wieder auch die Leute mitnehmen muss. Wir haben Projekte, wo wir auch am Anfang fragen, welche Einrichtung möchte mitmachen. Dass es wirklich darum geht, steht die Einrichtung dahinter. Wenn wir jetzt zum Beispiel darüber reden, wir würden irgendwo Robotik einsetzen wollen und da wäre eine Einrichtung, die würden sagen, um Gottes Willen, Robotik ist gar nichts für die Pflege und wir wollen am Bett bleiben, wir brauchen keine Roboterpflege, würden wir das da nicht machen. Das würde ja gar keinen Sinn machen. Also, das heißt, da immer wieder dran zu bleiben und was man immer wieder bedenken muss, es ist technisch, es ist neu, es sind oftmals Start-up-Unternehmen, mit denen muss man gut im Austausch sein. Da gibt es immer wieder Hürden, die nicht funktionieren. Also, wir haben ja auch unsere Sturzerkennung zum Beispiel, KI-gestützte Sturzerkennung und auch da gibt es immer wieder Hürden, dann funktioniert ein System nicht oder dann ist wieder Pause oder, oder, oder. Da muss man halt wirklich eng im Kontakt mit den Leuten sein, um zu sagen, das brauchen wir, das fehlt noch, das funktioniert nicht und dranbleiben.</p>



<p>Irena Oberwald: Wer kommt mit solchen Ideen, also, oder wer darf mit solchen Ideen kommen? Kann man euch einfach eine E-Mail schreiben, kann man sagen, oh, ich habe da was?</p>



<p>Natalie Rammert: Also, tatsächlich, die sprachgesteuerte Pflegedokumentation, die kam aus der Einrichtung in Geseke, deswegen haben wir auch in Geseke gestartet. Da haben die Mitarbeiter das von einer Messe mitgebracht und haben gesagt, hey, das wäre doch mal was. Also, tatsächlich, von den Mitarbeitern die Idee. Livycare, also die KI-gestützte Sturzdokumentation, die wir haben, der Raumsensor, der kam vom Geschäftsführer und von mir die Idee, aber auch erst als Idee, als Vorschlag in einer Führungskräftetagung, wo dann wirklich der Funke übergesprungen ist und Einrichtungen sich gemeldet haben und gesagt haben, sie wollen das. Also, das ist wirklich das A und O. Die Einrichtungen müssen es wollen, die Mitarbeiter müssen es wollen.</p>



<p>Irena Oberwald: Wunderbar, ja, hört sich sehr gut an. Jetzt ist es auch eine Kostenfrage. Also, ich denke, Ideen sind viele da, möchten umgesetzt werden. Warum zahlt der Träger das? Oder wie, es gibt so viele Träger, so viele Arbeitgeber, die sind noch lange, noch weit von Digitalisierung entfernt, noch sehr weit. Warum SMMP? Also, warum sind die da ganz vorne?</p>



<p>Natalie Rammert: Also, SMMP ist ein Träger, der Innovationen wirklich nicht stoppt, sondern wirklich auch vorantreibt. Da bin ich auch sehr zufrieden, deswegen habe ich mich auch mit für SMMP entschieden damals, weil hier darf man Ideen und neue Projekte ansprechen und wird nicht sofort so, oh Gott, das kostet so viel und nee, das machen wir nicht, sondern man überlegt, was hängt alles dran. Und gerade in der Pflege haben wir einen relativ schlechten Ruf. Die Arbeit ist jetzt nicht so dargestellt, wie sie in Wirklichkeit ist. Also, man kennt immer noch diese Bilder in den Medien, das typische Bettpfannen schleppen, es ist nicht so. Also, wir entwickeln uns da auch weiter. Und weil wir einen Fachkräftemangel überall haben, also in allen Einrichtungen, jeder kann davon sprechen, der in einer Pflegeeinrichtung arbeitet, dass Fachkräfte gesucht werden, müssen wir ja etwas tun, um diese Fachkräfte zu entlasten, zu unterstützen. Und klar kostet das erstmal Geld, aber wenn man dann weiterdenkt, was das alles macht, was das alles vielleicht bewirkt, also angefangen mit der Arbeitgeberattraktivität, dann die Unterstützung der Mitarbeiter, die besser, zufriedener nach Hause gehen können, die bei uns dann halt, ja, anders arbeiten können und die, die halt merken, hey, ich darf jetzt wieder am Menschen arbeiten und ich muss nicht die ganze Zeit im Dienstzimmer sitzen und dokumentieren. Und was ich dann noch weiterziehen würde, was man vielleicht jetzt nicht immer so eins zu eins evaluieren kann, aber vielleicht trägt es auch dazu bei, dass wir weniger Krankheitsquoten haben, dass die Mitarbeiter einfach nicht so schnell überlastet sind. Und wenn man dann weiter schaut, wie teuer ist eine Stelle, wenn jemand wirklich krank ist, was haben wir für Voice oder für andere Projekte ausgegeben, ist das ja dann das wert.</p>



<p>Irena Oberwald: Das stimmt. Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Prima. Ja. Hast du noch ein paar Beispiele, also noch ein paar andere Projekte? Wir hatten jetzt LevyCare, wir hatten Voice. Hast du noch was anderes Spannendes, vielleicht auch was, was noch so überhaupt gar nicht bekannt ist? Also, was haben wir so?</p>



<p>Natalie Rammert: Also, wir haben auch eine Einrichtung, die hat das Zertifikat zum Beispiel Pflegeattraktiv. Da sind wir jetzt seit zwei Jahren dabei. Wir haben das Zertifikat dort erlangt. Das ist ein Zertifikat, das man zeigt, man ist auf dem Weg, Pflege attraktiver zu machen. Und das ist ein Projekt, das machen wir im Haus St. Martin in Herthen-Westerholt, was aber jetzt nicht für uns gebunden nur am Haus St. Martin ist, sondern das Haus St. Martin, die Mitarbeiter im Haus St. Martin können dort mitbestimmen und mitentscheiden und mit die Projekte vorantreiben. Das heißt, wir haben in mehreren Veranstaltungen zusammen mit Pflege Zert Themen herausgearbeitet, also insgesamt sechs verschiedene Projekte herausgearbeitet, teilweise kleinere Projekte, teilweise größere Projekte, an denen wir arbeiten, an denen wir schauen, wie können wir da vorankommen. Ein Projekt ist zum Beispiel auch Arbeitszeitmodelle, das heißt, da geht es darum, dass wirklich ein Wohnbereich komplett selbst die Arbeitsdienste bestimmen konnte und überlegen konnte, macht es Sinn, immer noch so zu denken mit Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst oder müssen wir uns da lösen und müssen einfach mal komplett neu denken. Da ist eine Gruppe zum Beispiel dran und ich würde sagen, da hat man jetzt nicht immer so die Möglichkeit, bei solchen Projekten gerade mitzuwirken. und wenn da irgendwann Systeme entstehen, also wir haben jetzt auch schon eine Kommunikationsplattform oder auch einen Flyer zu der Bonus-App, die wir haben, so entwickelt, wenn diese Sachen dann entstehen, haben auch alle anderen Einrichtungen von uns dadurch einen Mehrwert. Das heißt, die dürfen natürlich auch diese Flyer benutzen, die dürfen natürlich auch von den Ergebnissen aus dem Haus Sankt Martin profitieren.</p>



<p>Irena Oberwald: Hört sich sehr, sehr spannend an. Macht eigentlich Lust auf mehr. Tatsächlich nähern uns aber so langsam den Ende. Die Zeit ist uns im Nacken sozusagen. Hast du irgendwas, was du noch sagen kannst? Also was du unbedingt über Pflegeinnovation, über deine Rolle, über dein, ja, warum du dafür brennst, weil das hört man, dass du dafür brennst, das brauchst du gar nicht sagen.</p>



<p>Natalie Rammert: Also was wichtig ist und was ich gerne allen Einrichtungen so mit auf den Weg geben würde, ist, dass man nie stehen bleiben sollte, dass man immer Mut zur Veränderung haben sollte, dass Veränderungen natürlich auch immer schwierig sind, das wissen wir alle. Also wenn wir schon alleine zu Hause in unserer Routine, wie wir zu Hause aufstehen und so etwas verändern, das braucht Zeit, bis das ankommt. Und das muss halt wirklich jeder wissen. Wenn ich ein Projekt anstrebe, reicht es nicht, die Projektidee da hinzulegen oder auch schon die fertig eingerichteten Handys oder sonst was hinzulegen und zu sagen, bitteschön, wir müssen immer wieder dranbleiben, wir müssen immer wieder motivieren, erinnern und immer wieder schauen, müssen wir vielleicht doch was verändern. Reicht das so, wie wir es derzeit haben, noch nicht, können wir noch weiter irgendwas verändern oder anpassen. Das ist ein wichtiger Punkt. Auch ein wichtiger Punkt ist auch immer zu schauen, welchen Anbieter braucht man, also was ist das Ziel, warum will ich jetzt KI, Digitalisierung einsetzen? Was ist das Ziel und das Ziel, gar nicht aus den Augen zu verlieren? Ich sage immer, wenn man heute stehen bleibt, ist man morgen von gestern. Deswegen immer so dieser Anspruch, immer weiter zu machen und immer wieder mit neuen Ideen zu kommen. Und wenn eine Idee noch erstmal so utopisch, wie auch immer aussieht, man sollte dranbleiben, man sollte überlegen, vielleicht ist es doch was für die ein oder andere Einrichtung.</p>



<p>Irena Oberwald: Nathalie, danke, toll. Vielen Dank für deinen wundervollen Beitrag, für dieses tolle Gespräch. Wirklich, es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich bin wieder ein bisschen schlauer geworden und ich denke, unsere Hörer auch. Ja, ich bedanke mich. Gerne. Und liebe Zuhörer, ich hoffe, es hat allen gefallen und wir hören uns beim nächsten Mal. Tschüss.</p>



<p><em><em>Dieses Transkript wurde mithilfe von NovaScribe und Claude erstellt.</em></em></p>





<p>Die nächste Folge erscheint am 9. Mai. Darin spricht Dani Korsch mit Schwester Theresita Maria. Die erzählt, warum sie auf erstaunlich wenig verzichtet hat und was es bedeutet, wenn eine Nonne bei Rot über die Ampel geht.</p>]]>
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                    <![CDATA[Nathalie Rammert leitet die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. In der neuen Folge von „Postels Stimmen" erzählt sie, wie eine KI-gestützte Sprachdokumentation den Alltag in den Senioreneinrichtungen verändert. Pflegekräfte dokumentieren jetzt direkt im Bewohnerzimmer statt am PC im Dienstzimmer. Die Idee dazu kam nicht aus der Chefetage – sondern von Mitarbeitenden, die sie von einer Messe mitbrachten. Außerdem: Warum Sensoren Stürze erkennen, wie ein Wohnbereich seine Dienstzeiten selbst bestimmt und was passiert, wenn man Pflegekräften einfach mal zutraut, Dinge neu zu denken.





Transkript verfügbar





Irena Oberwald: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Postells Stimmen, der Podcast, in dem wir Menschen von SMMP eine Stimme geben. Heute sprechen wir ein wenig über Pflegeinnovation und ich darf Nathalie Rammert begrüßen. Hi, schön, dass du da bist.



Natalie Rammert: Hi, ich sage einmal ein paar Worte zu mir, Nathalie Rammert. Ich bin im Qualitätsmanagement, ich leite das Qualitätsmanagement und die Pflegeinnovation bei der Seniorenhilfe SMMP. Ich bin seit sechs Jahren ungefähr bei SMMP im Qualitätsmanagement angefangen.



Irena Oberwald: Ja, schön, dass du da bist. Dankeschön. Das ist sehr interessant. Kannst du uns so ein bisschen was über deine Rolle erzählen, also was so genau deine Aufgaben sind? Erzähl uns einfach ein bisschen was, dass die Hörer, Zuschauer ein paar Einblicke bekommen.



Natalie Rammert: Genau, also im Qualitätsmanagement ist ja das typische Qualitätsmanagement, dass wir halt wirklich ein QM-Handbuch haben, dass wir interne Audits durchführen. Das Ganze ist aber, würde ich jetzt sagen, sehr praxisnah und sehr kollegial. Wir haben viele Austauschtermine, viele Arbeitskreise, wo wir uns treffen, wo wir Sachen abstimmen. Das heißt, es ist nicht ein QM, was einfach von oben über gestülpt wird, sondern ein gelebtes QM. Wir haben derzeit ungefähr 1500 QM-Dokumente im Handbuch, die dann halt auch wirklich regelmäßig überarbeitet werden und immer wieder angepasst werden. Genau, im Bereich Pflegeinnovation ist es so, dass wir den Bereich jetzt gerade neu so auch betitelt haben. Vorher hieß es Projektmanagement. Im Projektmanagement ist es ja so, dass wir Projekte begleiten, also schon ab dem Wunsch des Projektes oder der Idee bis hin zur Umsetzung, dass es dann irgendwann in den Alltag gelangt. Wir haben aber ja jetzt bei uns im Bereich nicht alle Projekte, sondern halt wirklich die Projekte, die wirklich für die Pflege sind, also Pflegeinnovation. Deswegen haben wir es jetzt umbenannt, weil wir im Bereich Personalentwicklung oder so ja auch Projekte haben. Im Bereich Pflegeinnovation haben wir gerade sehr viele schöne, spannende Projekte. Natürlich auch viel zum Thema Digitalisierung, womit wir halt die Pflege unterstützen und vorantreiben wollen.



Irena Oberwald: Das hört sich wunderbar an. Sehr spannendes Thema. Hast du so ein paar Beispiele jetzt von einem optimalen Projekt, was wirklich gut angekommen ist, gut integriert ist in den Alltag und wirklich auch innovativ ist?



Natalie Rammert: Also wir haben jetzt quasi heute Start in der letzten stationären Einrichtung mit der sprachgesteuerten, KI-basierten Sprachdokumentation mit Voice. Das heißt, dann haben wir alle stationären Einrichtungen mit Voice ausgestattet. Wir haben 2023 im Appell mit dem Haus Maria in Geseke gestartet und da die Sprachdokumentation eingeführt und jetzt nach und nach halt die anderen Einrichtungen folgen lassen. Da bin ich sehr stolz drauf und da können wir auch alle sehr stolz drauf sein, vor allen Dingen auch die Mitarbeiter in den Einrichtungen, dass das so gut funktioniert und dass wir da so begeistert von sind. Mit der Sprachdokumentation ist es so, dass wir halt direkt vor Ort in den Patientenzimmer, Bewohnerzimmern dokumentieren können. Das wird sofort an das System weitergegeben und wir haben alle Dokumentationen, Pflegeberichtseinträge, Vitalzei...]]>
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                    <![CDATA[Postels Stimmen - Die Erste]]>
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                <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 05:59:36 +0000</pubDate>
                <dc:creator>Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel</dc:creator>
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                                            <![CDATA[<p><strong>Nachts an der Pinnwand – wie eine Pflegekraft einen Podcast erfand</strong></p>



<p>Irena Oberwald sprang in den Nachtdienst ein, suchte in der Pause nach einem guten Podcast – und fand keinen. Also beschloss sie, selbst einen zu machen. In der ersten Folge von „Postells Stimmen" erzählt die Pflegefachkraft und frischgebackene Pflegeinnovatorin, wie aus einer Idee am schwarzen Brett ein richtiges Projekt wurde. Warum sie sich nach fünf Jahren bei SMMP immer noch jeden Tag über die Vielfalt des Trägers wundert. Und warum der Name des Podcasts kein Zufall ist, sondern ein Bekenntnis.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://smmp.de/podcast/postels-stimmen-die-erste/#more-179904">Transkript</a></h4>





<p>Dani Korsch: Herzlich willkommen zu Postels Stimmen, dem Podcast, in dem wir Menschen aus SMMP eine Stimme geben und sie gemeinsam ins Gespräch bringen. Ich freue mich, heute hier mit einer ganz besonderen Person zu sitzen, Irena Oberwald, ohne die es den Podcast nicht gäbe. Herzlich willkommen. Hi. Bevor wir zum Thema Podcast Näheres besprechen, würde ich gerne erst einmal über dich Näheres erfahren wollen. Was machst du? Wie bist du zu SMMP gekommen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, erstmal vielen Dank, dass wir zusammensitzen dürfen. Ja, ich bin vor fünf Jahren durch einen reinen Zufall zur SMMP gekommen. Wir haben ein Haus gekauft im kleinen Dörfchen, war das so die Städte. Und ja, bin halt immer täglich den Weg zur Arbeit an so einem Schild vorbeigefahren. Da stand Altenheim drauf, ganz klassisch. Und irgendwann habe ich mir gedacht, ach komm, versuchst es doch mal, gehst du wieder stationär. Und ja, das war mein Glücksgriff tatsächlich. Ich bin sehr schnell wieder in die Führungsposition gekommen. Also von der klassischen Pflegefachkraft mache ich Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung, stellvertretende Pflegedienstleitung. Und tatsächlich seit jetzt ganz frisch, tatsächlich bin ich zu 50 Prozent in der Pflegeinnovation tätig. Und da bin ich sehr, sehr gespannt drauf. Ja, nochmal ein paar verschiedene, aus verschiedenen Perspektiven, genau, die Dinge zu sehen.</p>



<p>Dani Korsch: Schön. Was gefällt dir ganz besonders an deiner Arbeit? Wie kommt man überhaupt heutzutage noch auf das Thema Seniorenhilfe, dass man da dabei sein möchte? Pflege ist ja nicht mehr so beliebt eigentlich in unserer Gesellschaft als Arbeit.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, da hast du recht. Das ist traurig, weil es gibt keinen anderen Beruf, glaube ich, der so wertschätzend ist. Also ich meine jetzt nicht von der Popularität von außerhalb, sondern tatsächlich von den Menschen, denen man was Gutes tut, denen man hilft. Also diese Wertschätzung ist intern, diese Wertschätzung ist direkt persönlich. Und das ist das Schöne. Dann natürlich dieses stetige Lernen. Also ich lerne fast täglich dazu. Ich habe immer Abwechslung. Jeder Tag ist anders. Es ist nie gleich. Ja, ich arbeite mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Ich arbeite in SMMP mit verschiedenen Bereichen zusammen. Also eigentlich, besser kann es gerade nicht sein.</p>



<p>Dani Korsch: Das ist schön zu hören. Das freut mich. Das hört sich so an, als wärst du angekommen.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, tatsächlich. Jetzt mit der Pflegeinnovation, also mit dieser neuen Stelle, ist es ja so, dass ich weg aus der direkten Pflege in dieser Zeit bin, aber dann auch wieder in der direkten Pflege bin. Das heißt, ich habe diese zwei Seiten, diese zwei Perspektiven und kann, finde ich, tatsächlich vielleicht sogar noch mehr mitreden als jemand, der ganz raus ist aus der Pflege und ganz den Kontakt zu den Menschen verliert.</p>



<p>Dani Korsch: Und irgendwie bist du ja auf die Idee Podcast plötzlich gekommen, neben deiner Arbeit. Das ist im Rahmen von SMMP verbindet. Der Wettbewerb, der seit 2022 bei SMMP stattfindet und immer ausgeschrieben wird. Wie hast du davon gehört? Wie bist du auf die Idee gekommen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, tatsächlich musste ich in den Nachtdiens...</p>]]>
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                    <![CDATA[Nachts an der Pinnwand – wie eine Pflegekraft einen Podcast erfand



Irena Oberwald sprang in den Nachtdienst ein, suchte in der Pause nach einem guten Podcast – und fand keinen. Also beschloss sie, selbst einen zu machen. In der ersten Folge von „Postells Stimmen" erzählt die Pflegefachkraft und frischgebackene Pflegeinnovatorin, wie aus einer Idee am schwarzen Brett ein richtiges Projekt wurde. Warum sie sich nach fünf Jahren bei SMMP immer noch jeden Tag über die Vielfalt des Trägers wundert. Und warum der Name des Podcasts kein Zufall ist, sondern ein Bekenntnis.





Transkript





Dani Korsch: Herzlich willkommen zu Postels Stimmen, dem Podcast, in dem wir Menschen aus SMMP eine Stimme geben und sie gemeinsam ins Gespräch bringen. Ich freue mich, heute hier mit einer ganz besonderen Person zu sitzen, Irena Oberwald, ohne die es den Podcast nicht gäbe. Herzlich willkommen. Hi. Bevor wir zum Thema Podcast Näheres besprechen, würde ich gerne erst einmal über dich Näheres erfahren wollen. Was machst du? Wie bist du zu SMMP gekommen?



Irena Oberwald: Ja, erstmal vielen Dank, dass wir zusammensitzen dürfen. Ja, ich bin vor fünf Jahren durch einen reinen Zufall zur SMMP gekommen. Wir haben ein Haus gekauft im kleinen Dörfchen, war das so die Städte. Und ja, bin halt immer täglich den Weg zur Arbeit an so einem Schild vorbeigefahren. Da stand Altenheim drauf, ganz klassisch. Und irgendwann habe ich mir gedacht, ach komm, versuchst es doch mal, gehst du wieder stationär. Und ja, das war mein Glücksgriff tatsächlich. Ich bin sehr schnell wieder in die Führungsposition gekommen. Also von der klassischen Pflegefachkraft mache ich Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung, stellvertretende Pflegedienstleitung. Und tatsächlich seit jetzt ganz frisch, tatsächlich bin ich zu 50 Prozent in der Pflegeinnovation tätig. Und da bin ich sehr, sehr gespannt drauf. Ja, nochmal ein paar verschiedene, aus verschiedenen Perspektiven, genau, die Dinge zu sehen.



Dani Korsch: Schön. Was gefällt dir ganz besonders an deiner Arbeit? Wie kommt man überhaupt heutzutage noch auf das Thema Seniorenhilfe, dass man da dabei sein möchte? Pflege ist ja nicht mehr so beliebt eigentlich in unserer Gesellschaft als Arbeit.



Irena Oberwald: Ja, da hast du recht. Das ist traurig, weil es gibt keinen anderen Beruf, glaube ich, der so wertschätzend ist. Also ich meine jetzt nicht von der Popularität von außerhalb, sondern tatsächlich von den Menschen, denen man was Gutes tut, denen man hilft. Also diese Wertschätzung ist intern, diese Wertschätzung ist direkt persönlich. Und das ist das Schöne. Dann natürlich dieses stetige Lernen. Also ich lerne fast täglich dazu. Ich habe immer Abwechslung. Jeder Tag ist anders. Es ist nie gleich. Ja, ich arbeite mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Ich arbeite in SMMP mit verschiedenen Bereichen zusammen. Also eigentlich, besser kann es gerade nicht sein.



Dani Korsch: Das ist schön zu hören. Das freut mich. Das hört sich so an, als wärst du angekommen.



Irena Oberwald: Ja, tatsächlich. Jetzt mit der Pflegeinnovation, also mit dieser neuen Stelle, ist es ja so, dass ich weg aus der direkten Pflege in dieser Zeit bin, aber dann auch wieder in der direkten Pflege bin. Das heißt, ich habe diese zwei Seiten, diese zwei Perspektiven und kann, finde ich, tatsächlich vielleicht sogar noch mehr mitreden als jemand, der ganz raus ist aus der Pflege und ganz den Kontakt zu den Menschen verliert.



Dani Korsch: Und irgendwie bist du ja auf die Idee Podcast plötzlich gekommen, neben deiner Arbeit. Das ist im Rahmen von SMMP verbindet. Der Wettbewerb, der seit 2022 bei SMMP stattfindet und immer ausgeschrieben wird. Wie hast du davon gehört? Wie bist du auf die Idee gekommen?



Irena Oberwald: Ja, tatsächlich musste ich in den Nachtdiens...]]>
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                    <![CDATA[<p><strong>Nachts an der Pinnwand – wie eine Pflegekraft einen Podcast erfand</strong></p>



<p>Irena Oberwald sprang in den Nachtdienst ein, suchte in der Pause nach einem guten Podcast – und fand keinen. Also beschloss sie, selbst einen zu machen. In der ersten Folge von „Postells Stimmen" erzählt die Pflegefachkraft und frischgebackene Pflegeinnovatorin, wie aus einer Idee am schwarzen Brett ein richtiges Projekt wurde. Warum sie sich nach fünf Jahren bei SMMP immer noch jeden Tag über die Vielfalt des Trägers wundert. Und warum der Name des Podcasts kein Zufall ist, sondern ein Bekenntnis.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://smmp.de/podcast/postels-stimmen-die-erste/#more-179904">Transkript</a></h4>





<p>Dani Korsch: Herzlich willkommen zu Postels Stimmen, dem Podcast, in dem wir Menschen aus SMMP eine Stimme geben und sie gemeinsam ins Gespräch bringen. Ich freue mich, heute hier mit einer ganz besonderen Person zu sitzen, Irena Oberwald, ohne die es den Podcast nicht gäbe. Herzlich willkommen. Hi. Bevor wir zum Thema Podcast Näheres besprechen, würde ich gerne erst einmal über dich Näheres erfahren wollen. Was machst du? Wie bist du zu SMMP gekommen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, erstmal vielen Dank, dass wir zusammensitzen dürfen. Ja, ich bin vor fünf Jahren durch einen reinen Zufall zur SMMP gekommen. Wir haben ein Haus gekauft im kleinen Dörfchen, war das so die Städte. Und ja, bin halt immer täglich den Weg zur Arbeit an so einem Schild vorbeigefahren. Da stand Altenheim drauf, ganz klassisch. Und irgendwann habe ich mir gedacht, ach komm, versuchst es doch mal, gehst du wieder stationär. Und ja, das war mein Glücksgriff tatsächlich. Ich bin sehr schnell wieder in die Führungsposition gekommen. Also von der klassischen Pflegefachkraft mache ich Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung, stellvertretende Pflegedienstleitung. Und tatsächlich seit jetzt ganz frisch, tatsächlich bin ich zu 50 Prozent in der Pflegeinnovation tätig. Und da bin ich sehr, sehr gespannt drauf. Ja, nochmal ein paar verschiedene, aus verschiedenen Perspektiven, genau, die Dinge zu sehen.</p>



<p>Dani Korsch: Schön. Was gefällt dir ganz besonders an deiner Arbeit? Wie kommt man überhaupt heutzutage noch auf das Thema Seniorenhilfe, dass man da dabei sein möchte? Pflege ist ja nicht mehr so beliebt eigentlich in unserer Gesellschaft als Arbeit.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, da hast du recht. Das ist traurig, weil es gibt keinen anderen Beruf, glaube ich, der so wertschätzend ist. Also ich meine jetzt nicht von der Popularität von außerhalb, sondern tatsächlich von den Menschen, denen man was Gutes tut, denen man hilft. Also diese Wertschätzung ist intern, diese Wertschätzung ist direkt persönlich. Und das ist das Schöne. Dann natürlich dieses stetige Lernen. Also ich lerne fast täglich dazu. Ich habe immer Abwechslung. Jeder Tag ist anders. Es ist nie gleich. Ja, ich arbeite mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Ich arbeite in SMMP mit verschiedenen Bereichen zusammen. Also eigentlich, besser kann es gerade nicht sein.</p>



<p>Dani Korsch: Das ist schön zu hören. Das freut mich. Das hört sich so an, als wärst du angekommen.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, tatsächlich. Jetzt mit der Pflegeinnovation, also mit dieser neuen Stelle, ist es ja so, dass ich weg aus der direkten Pflege in dieser Zeit bin, aber dann auch wieder in der direkten Pflege bin. Das heißt, ich habe diese zwei Seiten, diese zwei Perspektiven und kann, finde ich, tatsächlich vielleicht sogar noch mehr mitreden als jemand, der ganz raus ist aus der Pflege und ganz den Kontakt zu den Menschen verliert.</p>



<p>Dani Korsch: Und irgendwie bist du ja auf die Idee Podcast plötzlich gekommen, neben deiner Arbeit. Das ist im Rahmen von SMMP verbindet. Der Wettbewerb, der seit 2022 bei SMMP stattfindet und immer ausgeschrieben wird. Wie hast du davon gehört? Wie bist du auf die Idee gekommen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, tatsächlich musste ich in den Nachtdienst einspringen und in einer Pause habe ich dann dieses Flyer bei uns an der Pinnwand gesehen und dachte erst mal, aus der Zeit, guckst du mal den QR-Code, was da, und dann standen halt die Gewinner, was so eingereicht wurde. Und ja, da dachte ich, hm, hast ja gerade Zeit, vielleicht überlegst du dir mal was, ne? Ja, und dann kam ich halt so auf die Idee des Podcastes. Ich habe nämlich einen Podcast gesucht, schon mehrere Tage, den ich mir anhören möchte, aber keinen gefunden, der mich interessiert. Dann, ja, SMMP hat ja noch keinen, vielleicht. Ich dachte, ich versuche es mal. Ich habe gerade nicht viele Herausforderungen und dann machst du das mal.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, und aus dem Versuch sitzen wir jetzt hier.</p>



<p>Irena Oberwald: Richtig, total cool. Also das ging schneller als gedacht, tatsächlich. Ich finde das Hammer. Ja, ich finde das richtig gut. Und vor allem, ich wünsche mir auch, dass dieser Wettbewerb vielleicht auch durch unseren Podcast noch mehr in den Vordergrund gerät, weil tatsächlich war mir das gar nicht so bewusst, dass es diesen Wettbewerb gibt.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, gut, dass der an der Pinnwand steht.</p>



<p>Irena Oberwald: Und ganz vielen Mitarbeitern auch nicht. Und das ist schade. Ich wünsche mir, dass es halt mehr in den Fokus gerät und vielleicht auch noch andere mitmachen.</p>



<p>Dani Korsch: Ja.</p>



<p>Irena Oberwald: Mit anderen Ideen.</p>



<p>Dani Korsch: Und was ist der Gedanke für dich mit dem Podcast? Also wo, welche Idee hattest du dabei? Wohin soll der gehen? Über was soll geredet werden? Oder wie hast du es dir vorgestellt in deiner Nachtschicht?</p>



<p>Irena Oberwald: Meine erste Idee war, also ich war, wo ich hier angefangen bin, kurze Zeit später, das heißt gut, seit einem Jahr später, bei einem Tag der neuen Mitarbeiter. Und habe dann erst erfahren, mein Gott, wie groß SMMP ist und wie viele Bereiche es gibt. Das ist ja wirklich für einen, der das nicht wusste, unglaublich. Man ist in der Seniorenhilfe, man ist in seinem Seniorenzentrum, man arbeitet da, fährt mal zu einer Weiterbildung, man weiß gar nicht, wie groß SMMP ist. Und auch nach so einem Tag der neuen Mitarbeiter Tag, in dem man das dann aufgenommen hat und weiß, ist es kurz in der Zeit später wieder weg. Also es ist einem, man weiß es, aber es ist einem nicht mehr so bewusst. Und durch diesen Austausch mit den verschiedenen Bereichen, finde ich, kommt das nochmal in den Fokus. Also, ne? Dann braucht man keinen Tag der neuen Mitarbeiter oder keinen Tag der langjährigen Mitarbeiter, um zu wissen, was SMMP eigentlich macht.</p>



<p>Dani Korsch: Also wäre jetzt die Idee für dich, oder ist die Idee, von dem Podcast die Vielfältigkeit bei SMMP aufzuzeigen und die unterschiedlichsten Menschen zu interviewen.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, jeder, der Lust hat, jeder, der möchte, ja.</p>



<p>Dani Korsch: Möchtest du dann immer die Person sein, die mit denen spricht? Oder wie würdest du dir vorstellen, die Menschen zusammenzubringen?</p>



<p>Irena Oberwald: Also ein oder zwei Moderatoren auf jeden Fall. Ich dachte, wir beide machen das. Ne? Ne, hätte ich so gedacht. Das ist auch eine kleine Abwechslung zu Gesicht, warum nicht immer die gleiche da sitzt. Und, ähm, fände ich ganz gut. Aber es sollte schon eine Routine sein, halt, dass man weiß, ach, die beiden, ja, das ist der Podcast. Fände ich schon cool, ja.</p>



<p>Dani Korsch: Du hast ja über eine Vielfältigkeit in deinem Alltag gesprochen. Also, dass der jeder Tag irgendwie anders ist und da eine Abwechslung besteht. Gibt es denn, also erlebst du auch die Vielfältigkeit von SMMP? Oder gibt es jetzt zum Beispiel vielleicht einen Bereich, wo du sagst, boah, da habe ich so gar keine Idee. Die gehören aber auch zu SMMP. Das würde mich mal reizen. Wäre vielleicht auch ein Interesse, was vielleicht unsere Zuhörer dann interessiert.</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, die Schulen wahrscheinlich, ne, da habe ich ja überhaupt nichts, ja, in Gesicke, klar, unsere Schüler, aber ich meine die Jugend, ne, Gymnasien gibt es ja, gibt es ja alles Mögliche. Ne, so was zum Beispiel mal ein Austausch. Wie sind die verbunden mit SMMP? Ja, man will ja auch keinen direkt ansprechen, so was sich keiner gezwungen fühlen mitzumachen. Ne, aber wäre schön natürlich, wenn viele, viele sagen, das sehen und sagen, ich habe Bock, ich möchte das loswerden. Ja, möchte sehen, dass, ne, das loswerden, was andere sehen sollen.</p>



<p>Dani Korsch: Also wäre es ein Wunsch von dir, dass sich einfach jeder bei uns jetzt melden könnte? Egal, welchen Part ich erfülle bei SMMP?</p>



<p>Irena Oberwald: Das auf jeden Fall. Also entweder melden sich selber, die kriegen eine Einladung von uns.</p>



<p>Dani Korsch: Ah, okay.</p>



<p>Irena Oberwald: Also keiner traurig sein, der keine Einladung bekommt, aber natürlich wäre es auch schön, wenn, wenn jemand kommen würde und sagen, ich habe Bock, ne, ich möchte gerne was erzählen.</p>



<p>Dani Korsch: Also ich bin jetzt so gar keine Podcast-Hörerin, muss ich echt sagen, ich wüsste auch gar nicht, wann ich mir das da, ja, wann ich da was anmachen soll. Als ich davon gelesen habe, dass du das eingereicht hast, ich war da ja ein bisschen indirekt mit involviert als Unternehmenskommunikation, dass wir darüber auch berichten, wer hat was eingereicht. Fand ich das Thema spannend und der erste Gedanke, den ich hatte, wäre, vielleicht auch mit einer Schwester zu sprechen, oder?</p>



<p>Irena Oberwald: Auf jeden Fall, ja.</p>



<p>Dani Korsch: Man hat auch bestimmt so ein paar Fragen, also ich weiß nicht, würden dir auch vielleicht Fragen einfallen, die man sich sonst vielleicht nicht getraut zu stellen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja klar, natürlich. So irgendwie. Das wäre wunderbar, ne?</p>



<p>Dani Korsch: Hast du denn Themen im Kopf, die dich auch persönlich interessieren, wenn du jetzt vielleicht dich in so eine Position als Zuhörer hineinversetzt, wo du sagst, boah, cool, SMMP hat jetzt einen Podcast, was könnte ich mir denn vorstellen als nächste Folge?</p>



<p>Irena Oberwald: Alles, was gerade so beschäftigt, glaube ich. Sei es Medien, sei es überhaupt, wenn ich selber in der Pflege arbeite, was ist gerade aktuell, Personalmangel, wie gehe ich denen entgegen? Ja, also Nachhaltigkeit, Pflegeinnovation, alles Mögliche.</p>



<p>Dani Korsch: Und wie muss ich mir jetzt so dieses Making-of vorstellen? Es gab dann ja, also der Weg, von der, ich sitze in der Nachtschicht und habe eine Idee, zu, ich werde eingeladen, weil ich auch noch gewonnen habe bei SMMP verbindet, zu, jetzt sitzen wir hier. Gab es ja bestimmt ein paar Schritte beim Making-of. Gibt es irgendeinen Rahmen, ein Setup, was ihr euch da jetzt, was du dir vielleicht überlegt hast? Also es ist klar, zwei Menschen in einem Gespräch. Okay. Habt ihr eine Idee, wie oft das jetzt kommen soll? Oder gab es irgendwie lustige Szenen beim Making-of? Ich meine, man hat ja auch nicht gleich die ganze Technik parat, oder?</p>



<p>Irena Oberwald: Nee, auf keinen Fall. Also da haben wir natürlich einen guten Geschäftsführer, der für Feuer und Flamme für Podcast brennt. Und er hat gesagt, macht. Genau, wir haben ein kleines Redaktionsteam, genau, mit Leuten dabei, die sich dann mit der Technik auskennen, die haben dann die Sachen angeschafft und ja.
Dani Korsch: Sind dann auch gleich alle Feuer und Flamme gefilmt zu werden?</p>



<p>Irena Oberwald: Nee. Tatsächlich wollten wir das ohne filmen, aber einer ist dabei, der hat dann doch gesagt, komm, ja. Und dann haben wir uns überzeugen lassen und ich denke, doch, das ist der richtige Weg. Ja, es ist ja auch wirklich, ja, es ist schon richtig. Wir müssen ja auch alle mit dabei sein, alle voll und ganz mit dabei sein.</p>



<p>Dani Korsch: Okay, so von der Idee zur ersten Folge war jetzt quasi ein Weg, der dir ja vielleicht auch noch nicht so geläufig war. Wie hast du das erlebt, bis plötzlich, keine Ahnung, die erste Kamera auf dich gerichtet war?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, plötzlich ist es heute so. Tatsächlich ging die Zeit jetzt schnell vorbei mit Arbeiten, mit, ja, mit einem, dann den Vorbereitungen zwischendurch. Tatsächlich, ja, aufregend tatsächlich, weil man, ja, ja, es ist was Neues, das macht man ja nicht jeden Tag. Ja.</p>



<p>Dani Korsch: Warst du nervös?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, total. Ja? Ja, bin ich immer noch. Bin immer noch nervös. Nein. Bist immer noch nervös. Ja, man weiß ja nicht, wie kommt es an, ja. Das ist so der Gedanke.</p>



<p>Dani Korsch: Okay, also Podcast ist dann einfach nicht mal eben sich nur hinsetzen und über irgendwas reden, sondern es erfordert offenbar viel Arbeit vorher, viel Technik.</p>



<p>Irena Oberwald: Und Leute, die Bock haben, ne?</p>



<p>Dani Korsch: Ja.</p>



<p>Irena Oberwald: Und Ahnung.</p>



<p>Dani Korsch: Ja. Habt ihr denn dann jetzt schon Themen in der Planung, wo ihr sagt, oh, da habe ich vielleicht schon den einen oder anderen Menschen auch im Blick, wo ich mir vorstellen könnte, mit dem könnte ich auch so ein paar Minuten gesprächsfüllend zusammensitzen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, auf jeden Fall. Also da haben wir uns schon Gedanken gemacht, haben schon ein paar Sachen gesammelt. Ja.</p>



<p>Dani Korsch: Okay. Das ist schön. Und dann hätte ich noch die Frage, die habe ich mich selber auch gefragt, wie könnte der Podcast denn heißen? Jetzt habe ich am Anfang gesagt, herzlich willkommen bei Postels Stimmen. Wie bist du auf den Namen gekommen?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, Postels Stimmen tatsächlich gleich von Anfang an, noch bevor ich eingereicht habe, das für den Wettbewerb habe ich gesagt, Postels Stimmen. Es ist nun mal Maria Magdalena Postel. Ohne sie gäbe es SMMP, also diesen Träger überhaupt gar nicht. Und ich denke, diese Werte oder diese Grundsätze, die sie hatte, zum Beispiel Jugend bilden, ja, Not lindern, das sind jetzt zwei davon, das machen wir jeden Tag. Und ja, deswegen Postels Stimmen, dass sie immer mit dabei ist und dass man weiß, worum es geht. Dass man vielleicht auch Chancen hat, über diese Werte zu sprechen. Wo sind die Werte heute noch? Überall wahrscheinlich, aber wie sind diese Werte sichtbar oder fühlbar für jeden, egal in welchem Bereich?</p>



<p>Dani Korsch: Also gab es für dich keinen Zweifel an dem Namen, weil du verbindest damit ganz stark auch den Orden?</p>



<p>Irena Oberwald: Total, ja. Deswegen würde ich mich natürlich auch freuen, wenn, ja, jemand aus dem Orden auch Lust hat, ja, sich mit uns zu unterhalten.</p>



<p>Dani Korsch: Ja, den Gedanken hatte ich auch direkt wieder. Umso spannender, dass eine Schwester dann hier sitzt, ne?</p>



<p>Irena Oberwald: Ja, ja, total. Die hat nochmal eine ganz, die ist ja nochmal viel näher dran.</p>



<p>Dani Korsch: Okay, ja. Ja, ich hätte dann jetzt noch eine Frage. Wenn du so an SMMP denkst, du hast ja gerade gesagt, Maria Magdalena Postel, ohne den Träger, ohne deinen Chef würde das jetzt hier nicht möglich sein, würden wir jetzt hier nicht sitzen können. Was verbindest du persönlich für dich mit SMMP?</p>



<p>Irena Oberwald: Ich persönlich? Ja, es ist diese Vielfalt, die ich vorhin schon erwähnt habe. Dann, es ist immer und überall ein offenes Ohr, eine offene Tür für Wünsche, für Ideen, für, also hier schläft niemand gefühlt. Und ja, es ist total bereichernd, weil egal mit wem man sich unterhält, aus welchem Bereich, man hat immer jemanden, der einem, ja, sagen kann, was Sache ist. Also ein Austausch, ein professioneller Austausch. Ja, es ist prima. Ja, und man wird halt unterstützt, ja.</p>



<p>Dani Korsch: Und was würdest du dir wünschen, was unsere Zuhörer aus dem Podcast für sich mitnehmen?</p>



<p>Irena Oberwald: Erstmal, wie vielfältig wir sind. Dann vielleicht, dass auch Sachen dabei sind, die man vielleicht selber noch gar nicht vorher wusste, die man mitnehmen kann. Außerhalb von SMMP, für andere Träger, wie innovativ wir sind, sei es mit KI, dass man mal sieht, wie wir arbeiten.</p>



<p>Dani Korsch: Super. Ich danke dir. Es war spannend, über deine Idee zu hören, wie die entstanden ist, während einer Nachtschicht, mal eben. Und aus mal eben wurde doch dann einiges an Arbeit, dass wir jetzt heute hier sitzen konnten. Es hat mich gefreut, dich heute hier begrüßen zu können und ich freue mich auf die nächste Folge. Danke.</p>



<p><em>Dieses Transkript wurde maschinell erstellt.</em></p>





<p>Die nächste Folge erscheint am 11. April. Darin spricht Irena Oberwald mit Natalie Rammert über die Bedeutung von künstlicher Intelligenz in der Pflege.</p>



<p>Sechs Stunden weniger Dokumentation am Tag – dank KI und Smartphone am Pflegebett. Nathalie Rammert erzählt, wie Technik den Alltag in der Pflege verändert. Warum die besten Ideen von den Mitarbeitenden selbst kommen. Und warum man nie stehen bleiben darf, wenn man Pflege besser machen will.</p>]]>
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                    <![CDATA[Nachts an der Pinnwand – wie eine Pflegekraft einen Podcast erfand



Irena Oberwald sprang in den Nachtdienst ein, suchte in der Pause nach einem guten Podcast – und fand keinen. Also beschloss sie, selbst einen zu machen. In der ersten Folge von „Postells Stimmen" erzählt die Pflegefachkraft und frischgebackene Pflegeinnovatorin, wie aus einer Idee am schwarzen Brett ein richtiges Projekt wurde. Warum sie sich nach fünf Jahren bei SMMP immer noch jeden Tag über die Vielfalt des Trägers wundert. Und warum der Name des Podcasts kein Zufall ist, sondern ein Bekenntnis.





Transkript





Dani Korsch: Herzlich willkommen zu Postels Stimmen, dem Podcast, in dem wir Menschen aus SMMP eine Stimme geben und sie gemeinsam ins Gespräch bringen. Ich freue mich, heute hier mit einer ganz besonderen Person zu sitzen, Irena Oberwald, ohne die es den Podcast nicht gäbe. Herzlich willkommen. Hi. Bevor wir zum Thema Podcast Näheres besprechen, würde ich gerne erst einmal über dich Näheres erfahren wollen. Was machst du? Wie bist du zu SMMP gekommen?



Irena Oberwald: Ja, erstmal vielen Dank, dass wir zusammensitzen dürfen. Ja, ich bin vor fünf Jahren durch einen reinen Zufall zur SMMP gekommen. Wir haben ein Haus gekauft im kleinen Dörfchen, war das so die Städte. Und ja, bin halt immer täglich den Weg zur Arbeit an so einem Schild vorbeigefahren. Da stand Altenheim drauf, ganz klassisch. Und irgendwann habe ich mir gedacht, ach komm, versuchst es doch mal, gehst du wieder stationär. Und ja, das war mein Glücksgriff tatsächlich. Ich bin sehr schnell wieder in die Führungsposition gekommen. Also von der klassischen Pflegefachkraft mache ich Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung, stellvertretende Pflegedienstleitung. Und tatsächlich seit jetzt ganz frisch, tatsächlich bin ich zu 50 Prozent in der Pflegeinnovation tätig. Und da bin ich sehr, sehr gespannt drauf. Ja, nochmal ein paar verschiedene, aus verschiedenen Perspektiven, genau, die Dinge zu sehen.



Dani Korsch: Schön. Was gefällt dir ganz besonders an deiner Arbeit? Wie kommt man überhaupt heutzutage noch auf das Thema Seniorenhilfe, dass man da dabei sein möchte? Pflege ist ja nicht mehr so beliebt eigentlich in unserer Gesellschaft als Arbeit.



Irena Oberwald: Ja, da hast du recht. Das ist traurig, weil es gibt keinen anderen Beruf, glaube ich, der so wertschätzend ist. Also ich meine jetzt nicht von der Popularität von außerhalb, sondern tatsächlich von den Menschen, denen man was Gutes tut, denen man hilft. Also diese Wertschätzung ist intern, diese Wertschätzung ist direkt persönlich. Und das ist das Schöne. Dann natürlich dieses stetige Lernen. Also ich lerne fast täglich dazu. Ich habe immer Abwechslung. Jeder Tag ist anders. Es ist nie gleich. Ja, ich arbeite mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Ich arbeite in SMMP mit verschiedenen Bereichen zusammen. Also eigentlich, besser kann es gerade nicht sein.



Dani Korsch: Das ist schön zu hören. Das freut mich. Das hört sich so an, als wärst du angekommen.



Irena Oberwald: Ja, tatsächlich. Jetzt mit der Pflegeinnovation, also mit dieser neuen Stelle, ist es ja so, dass ich weg aus der direkten Pflege in dieser Zeit bin, aber dann auch wieder in der direkten Pflege bin. Das heißt, ich habe diese zwei Seiten, diese zwei Perspektiven und kann, finde ich, tatsächlich vielleicht sogar noch mehr mitreden als jemand, der ganz raus ist aus der Pflege und ganz den Kontakt zu den Menschen verliert.



Dani Korsch: Und irgendwie bist du ja auf die Idee Podcast plötzlich gekommen, neben deiner Arbeit. Das ist im Rahmen von SMMP verbindet. Der Wettbewerb, der seit 2022 bei SMMP stattfindet und immer ausgeschrieben wird. Wie hast du davon gehört? Wie bist du auf die Idee gekommen?



Irena Oberwald: Ja, tatsächlich musste ich in den Nachtdiens...]]>
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                                                                            <itunes:duration>00:16:10</itunes:duration>
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                    <![CDATA[Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel]]>
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